Kinoplakat (US): Das darf man nur als Erwachsener
Mit Zuneigung, Lust und Spaß aus
dem Leben der Teenager erzählt
Titel Das darf man nur als Erwachsener
(Sixteen Candles)
Drehbuch John Hughes
Regie John Hughes, USA 1984
Darsteller Molly Ringwald, Justin Henry, Michael Schoeffling, Haviland Morris, Gedde Watanabe, Anthony Michael Hall, Paul Dooley, Carlin Glynn, Blanche Baker, Edward Andrews, Billie Bird, Carole Cook, Max Showalter, Liane Curtis, John Cusack u.a.
Genre Komödie
Filmlänge 93 Minuten
Deutschlandstart
3. Mai 1985 (Video-Premiere)
Inhalt
Kinoplakat (US): Das darf man nur als Erwachsener

Das hat gerade noch gefehlt: Endlich ist Samanthas 16. Geburtstag. Und die ganze Familie hat es vergessen. Und das nur, weil ihre ältere Schwester anderntags diesen Deppen heiratet und alle auf 180 drehen. Und die Großeltern sind im Haus und besetzen ihr Schlafzimmer. Und die anderen Großeltern schwadronieren dauernd, wie groß Du … und die neuen Schwiegereltern sind im Anmarsch und der kleine Bruder ist … na, der kleine Blödmann halt.

Wenigstens ist da am Abend – in ferner Zukunft also – der Schulball. Da gelingt es Samantha vielleicht, Jake auf sich aufmerksam zu machen. Wie das gehen soll? Also bitte, Jake ist doch bloß der smarteste, tollste, best aussehende Junge an der Schule und hat die scharfe Blondine mit der Traumfigur zur Freundin – wie soll der sich für ein Mädchen interessieren, das alle Sam rufen, die rote Haare und Hasenzähne hat? Das alles wäre noch zu lösen – irgendwie. Wenn da nicht The Geek wäre. Der ätzendste Typ im Universum und der hat sich vorgenommen, Sam rumzukriegen und mit deren Höschen vor seinen Freunden zu prahlen.

Der Tag geht irgendwie ins Land. Der Abend kommt. Die Party beginnt. Am Ende dieser Nacht liegen Paare zusammen auf dem Rücksitz, die sich am Beginn dieser Nacht auf mindestens Lichtjahre voneinander entfernt sich drehenden Planeten wähnten …

Was zu sagen wäre
Kinoplakat (US): Das darf man nur als Erwachsener

Der 16 Geburtstag, ein wichtiges Datum, und alle vergessen ihn, weil die ältere Schwester tags darauf einen Deppen aus einer Deppenfamilie heiratet. Da stecken schon so viele Möglichkeiten drin, dass der Film schon nach fünf Minuten Spaß macht. Man ahnt, was kommt. Das kommt auch. Nur charmanter. Vor allem kommt es angenehm filmisch und nicht etwa als Zotenparade ohne jeden Geschmack, wie das eine Dekade später in Mode kam.

Molly Ringwald gab in diesem 1984-Klassiker zum ersten Mal ihre Paraderolle als unschuldige, reife Neugierige, die irgendwie nicht so richtig zum Schuss zu kommen glaubt. Anthony Michael Hall gibt so überzeugend den unglaublichen Geek … man möchte glauben, der ist auch in echt so.

Dass sich am Ende alles in wohliges Gefallen auflöst, sogar an den unglaublichsten Ecken noch plausibel erklärt wird, macht viel von dem unschuldigen Charme dieses Regiedebuts von John Hughes aus, der ein Jahr später mit The Breakfast Club durchstartete.

Einer, der hier nur eine alberne Prügelknaben-Deppen-Nebenrolle hat, machte am Ende den größten Karrieresprung: John Cusack muss hier ausdauernd Geek bewundern und nichts kapieren. Spätestens mit High Fidelity im Jahr 2000 wurde das grundlegend anders.

Wertung: 7 von 9 D-Mark