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Kinoplakat: Best Exotic Marigold Hotel 2
Alt ist das neue Jung.
Bollywood aus Hollywood.
Titel Best Exotic Marigold Hotel 2
(The Second Best Exotic Marigold Hotel)
Drehbuch John Madden + Ol Parker
nach Motiven des Romans „These Foolish Things“ von Deborah Moggach
Regie John Madden, UK, USA 2015
Darsteller
Judi Dench, Bill Nighy, Celia Imrie, Richard Gere, Ronald Pickup, Dev Patel, Maggie Smith, Danny Mahoney, David Strathairn, Diana Hardcastle, Subhrajyoti Barat, Fiona Mollison, Zachary Coffin, Jayesh V. Kardak, Tina Desai, Shazad Latif u.a.
Genre Drama, Komödie
Filmlänge 122 Minuten
Deutschlandstart
2. April 2015
Website fox.de/best-exotic-marigold-hotel-2
Inhalt

Ein zweites Best Exotic Marigold Hotel ist Sonnys Traum und nimmt ihn zeitlich sehr in Anspruch, obwohl auch die Heirat mit der Liebe seines Lebens, Sunaina, bevor steht. Ein neues Hotel ist allerdings dringend notwendig, denn in seinem Best Exotic Marigold Hotel ist nur noch ein einziges Zimmer frei – was ihn durch die Ankunft der beiden neuen Gäste Guy und Lavinia vor Probleme stellt.

Die Dauergäste Evelyn und Douglas haben sich in Jaipur wunderbar eingelebt und gehen in ihrer Arbeit auf, aber ihre zarte Verbindung verunsichert beide. Norman und Carol durchlaufen die Höhen und Tiefen einer für sie ungewohnten, festen Partnerschaft, während sich Madge zwischen zwei ebenso begehrenswerten wie wohlhabenden Verehrern entscheiden muss. Muriel bemüht sich weiterhin, Sonny davon abzuhalten, seine Hochzeit und seine Zukunft zu ruinieren. Mit der heranrückenden, farbenprächtigen Hochzeit von Sonny und Sunaina nahen auch die Entscheidungen für die anderen …

Was zu sagen wäre

Der Film steht ganz in der Tradition des Originals. John Madden hat nur etwas pointierter erzählt, hat mehr Höhepunkte eingebaut. und wenn am Schluss alle ins große Finale tanzen, hat diese Verbeugung vor dem Bollywood-Kino sein Ziel erreicht: Ermattet von diesem bunten Süßigkeitenteller sinke ich entspannt lächelnd in die Kinopolster. schön war's.

Dev Patel legt seinen Sonny noch etwas chaotischer an, um noch etwas perfekter im richtigen Moment das richtige zu tun; um den Film über 100 Minuten zu tragen, haben sie ihm und seiner Sunaina ein Eifersuchtsproblem ins Drehbuch geschrieben, dessen dunkle Töne so überhaupt nicht in diesen Sonnenscheinfilm passen wollen. Außerdem muss er Richard Gere mit einem wichtigen Finanzier verwechseln (Gesetz der Strasse – Brooklyn's Finest – 2009; Das Lächeln der Sterne – 2008; Chicago – 2002; Die Braut, die sich nicht traut – 1999; Red Corner – 1997; Zwielicht – 1996; Sommersby – 1993; Pretty Woman – 1990; Ein Mann für gewisse Stunden – 1980), was im komödiantischen Output ungefähr auf dem Niveau der Tollen-Tanten-Filme aus den 1970er Jahren mit Rudi Carrell und Peter Alexander balanciert. Nicht nötig, gibt aber Gelegenheit für weitere prächtige Bilder und One-Liner für die rüstigen Damen. Maggie Smith hat ihren Special Auftritt schon nach fünf Minuten, wenn sie einem degenerierten US-Kellner erklären darf, wieso Teebeutel keinen Tee darstellen, sondern lauwarme Pisse. Judy Dench darf als Evelyn Greenslade jenen Spagat durchleben, den sonst Mitzwanzigerinnen durchleben – sie muss sich entscheiden zwischen der Liebe und der Karriere.

Ein warmherziger Film, dem man die Bemühung anmerkt, aus dem hochklassigen Star-Ensemble einen zweiten Film zu saugen und dafür auf die gängigen dramaturgischen Kniffe zu greifen (Eifersucht, Dreiecks-Liebe, Verwechslungskomödie, geschäftliche Schwerigkeiten) – an dem diese Bemühungen aber nicht stören; wegen des Star-Ensembles.

Wertung: 6 von 8 €uro
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