Kinoplakat: Aus Liebe zum Spiel
Gänsehaut-Melodram
mit schönen Menschen
Titel Aus Liebe zum Spiel
(For Love of the Game)
Drehbuch Dana Stevens
nach einem Roman von Michael Shaara
Regie Sam Raimi, USA 1999
Darsteller Kevin Costner, Kelly Preston, John C. Reilly, Jena Malone, Brian Cox, J.K. Simmons, Vin Scully, Steve Lyons, Carmine D. Giovinazzo, Bill Rogers, Hugh Ross u.a.
Genre Drama
Filmlänge 137 Minuten
Deutschlandstart
18. Mai 2000
Inhalt

Billy Chapel, alternder Baseball-Pitcher der Detroit Tigers, für die er mehr als 20 Jahre lang spielte, erfährt am Morgen des letzten Spieltages, dass der Besitzer der Tigers die Mannschaft an eine Corporation verkauft hat. Kurz darauf ereilt ihn eine weitere schlechte Nachricht, als ihm seine langjährige New Yorker Freundin Jane eröffnet, dass sie ihn verlassen werde, da er nur für seinen Sport lebe und er sie nicht wirklich brauchen würde. Während Billy auf seinem Abwurfhügel steht, erinnert er sich in Flashbacks an seine Beziehung zu Jane, die er auf dem Highway kennen lernte, als ihr Auto streikte.

Kinoplakat: Aus Liebe zum SpielNach einigen Rendezvous gesteht Jane, dass sie alleinerziehende Mutter einer Tochter ist. Billy lernt Heather alsbald kennen und die beiden finden sich auf Anhieb sympathisch. Billy versucht Jane zu überzeugen, mit ihm nach Detroit zu gehen. Jane lehnt ab und so werden die vielen Reisen Billys zu seinen Baseball-Spielen langsam zum Problem der beiden. Als er sich bei einer Schreinerarbeit an seiner Hand schwer verletzt, handelt Jane wohlüberlegt und bringt ihn sofort ins Krankenhaus. Hier versucht man alles, Billys Hand zu retten. Aber Billy geht etwas anderes durch den Kopf: Bevor er mit dem Hubschrauber abtransportiert wurde, hatte er Jane zugerufen, sie solle sofort seinen Manager verständigen, der jetzt „der wichtigste Mensch in seinem Leben“ sei.

All das geht Billy durch den Kopf, als er jetzt auf dem Abwurfhügel steht, kurz davor, sein bestes Spiel zu spielen, während Jane am Flughafen auf ihren Flieger nach London wartet …

Was zu sagen wäre

Einer dieser Gänsehaut-Filme, bei denen alles stimmt. Kevin Costner hatte davon 1999 gleich zwei im Köcher, wobei der andere, Message in a Bottle, besser ankam. Filme aus dem amerikanischen Sportlermilieu haben es in Deutschland generell schwer. Dabei ist „Aus Liebe zum Spiel“ besser als sein Ruf.

Sam Raimi (Armee der Finsternis – 1992; Tanz der Teufel – 1981) schafft eine gute Mischung aus Romanze, Sportepic und Melodram für den verregneten Sonntagnachmittag. Ich schaue Kelly Preston („Nix zu verlieren“ – 1997; „Jerry Maguire: Spiel des Lebens“ – 1996; Twins – Zwillinge – 1988) gerne zu, wie sie Kevin Costner (Message in a Bottle – 1999; Waterworld – 1995; Perfect World – 1993; JFK – Tatort Dallas – 1991; Der mit dem Wolf tanzt – 1990; Feld der Träume – 1989; No way out – Es gibt kein Zurück – 1987; Die Unbestechlichen – 1987) anzieht und abstößt, ich schaue Kevin Costner gerne zu, bei dem ich ohnehin weiß, was ich bekomme (und das dann aber auch zuverlässig bekomme). Und das ewige Rennen um ein bisschen Glückseligkeit ist auch immer wieder mal schön.

Der Film wurde in New York City und in einigen Orten in Colorado sowie in Kalifornien gedreht. Gekostet hat er rund 80 Millionen US-Dollar. Kevin Costner begnügte sich mit einer niedrigeren Bezahlung als gewöhnlich, konnte dennoch sein Filmkonzept nicht durchsetzen. Es kam zum Zerwürfnis zwischen ihm und dem Produktionsunternehmen Universal Studios. Das alles tat dem Film nicht; er spielte nur 46 Millionen US-Dollar weltweit ein.

Wertung: 8 von 11 D-Mark