Kinoplakat: Atemlos – Gefährliche Wahrheit
Ein Action-Thriller
auf Teenie-Niveau
Titel Atemlos – Gefährliche Wahrheit
(Abduction)
Drehbuch Shawn Christensen
Regie John Singleton, USA 2011
Darsteller Taylor Lautner, Lily Collins, Alfred Molina, Michael Nyqvist, Maria Bello, Jasson Isaacs, Sigourney Weaver, Jake Andolina, Oriah Acima Andrew, Ken Arnol, Steve Blas, Derek Burnell, Benjamin J. Cain Jr., Holly Scott Cavanuagh, Radick Cembrzynski, Richard Cetrone, Mike Clark, Lily Collins, Jack Erdie, Rita Gregory, Tim Griffin u.a.
Genre Action
Filmlänge 106 Minuten
Deutschlandstart
13. Oktober 2011
Inhalt

Nathan Harper ist in diesem Alter, in dem sich das Leben vom Kind zum Teenager zum Mann verändert. Er sieht gut aus, hat irgendwie gute Kumpels – einer kann sogar Ausweise fälschen – und ist irgendwie problematisch on-off-liiert mit Nachbarstochter Karen. Nathans Vater verwickelt ihn ständig in Raufereien, in denen sich der Junge als Kämpfer beweisen muss. Und das ist wohl auch gut so, denn eines schönen Abends liegen die Eltern erschossen im Familienanwesen in Kalifornien. Erschossen von mysteriösen Übelmännern, die nun auch ihm ans Leder wollen.

Ob das vielleicht damit zusammenhängt, dass Nathan gerade festgestellt hatte, dass seine Eltern gar nicht seine Eltern sind, er adoptiert wurde und gar nichts über seine Herkunft weiß? Viel Zeit, darüber nachzudenken, hat er nicht, denn schon sind osteuropäische Killer und das CIA hinter ihm und Karen her – die war zufällig in die Schießerei im Nachbarhaus geraten – und man weiß nicht recht, welche Killergruppe die Schlimmere ist.

Frank Burton, der Mann von der CIA erzählt Nathan, dessen Vater sei ein Profikiller in Diensten des Staates und durch ihn, Nathan, erpressbar gewesen, deshalb habe man den Sohn verstecken müssen. Und Kozlow, der Killer … der redet nicht. Der schießt gleich …

Was zu sagen wäre

Ein Film für die Altersgruppe „männlich, in der Pubertät“. Für die Jungs, die langsam den Eindruck haben, die Eltern seien Wesen von einem anderen Stern, man selbst völlig allein auf sich angewiesen und die Welt der Erwachsenen im allgemeinen und das Leben im Speziellen feindselig.

Ein vorhersehbar konstruierter Thriller, dessen irre Wendungen niemals so weit gehen, dass sie ein Teenagerherz verstören könnten und immer nach der ersten Kurve wieder bereinigt sind. Fairerweise muss gesagt werden, dass der Kinotrailer auch nichts anderes versprochen hat, insofern hält sich die Entäuschung über diesen Film in Grenzen. Immerhein reift dann noch die Erkenntnis, dass Taylor Lautner seinen imposanten Body aus seiner Werwolf-Rolle in den „Eclipse – Biss zum …“-Filmen erhalten hat, darüberhinaus aber mit dem Wesen der Schauspielerei noch nicht konfrontiert worden ist; die beeindruckenden Namen im weiteren Abspann – Sigourney Weaver (Paul – Ein Alien auf der Flucht – 2011; Avatar – Aufbruch nach Pandora – 2009; „8 Blickwinkel“ – 2008; The Village – 2004; Cuba libre – Dümmer als die CIA erlaubt – 2000; „Galaxy Quest“ – 1999; Alien – Die Wiedergeburt – 1997; Copykill – 1995), Alfred Molina (The Da Vinci Code – 2006; Spider-Man 2 – 2004; Identität – 2003; Chocolat – 2000; Boogie Nights – 1997; Anna Karenina – 1997), Maria Bello (Das gelbe Segel – 2008; Traumpaare: Duetts – 2000; Coyote Ugly – 2000), Jason Isaacs (Harry Potter – 2002; Black Hawk Down – 2001; Armageddon – 1998; Event Horizon – 1997), Michael Nyqvist – ändern am dünnen Gesamteindruck nichts.

Das Budget der Produktion belief sich auf 35 Millionen US-Dollar. Gedreht wurde in Pittsburgh in Pennsylvania. Die Dreharbeiten fingen am 12.Juli 2010 an und endeten im September des selben Jahres. Die Einspielergebnisse betragen 82 Millionen Dollar weltweit.

Wertung: 3 von 7 €uro