Kinoplakat: Aristocats
Übersichtliche Handlung mit
jeder Menge cooler Katzen
Titel Aristocats
(The AristoCats)
Drehbuch Tom McGowan + Tom Rowe + Larry Clemmons + Vance Gerry + Ken Anderson + Frank Thomas + Eric Cleworth + Julius Svendsen + Ralph Wright
Regie Wolfgang Reitherman, USA 1970
Stimmen

Phil Harris, Edgar Ott, Eva Gabor, Brigitte Grothum, Hermione Baddeley, Gisela Reißmann, Dean Clark, Steffen Müller, Liz English, Angelika Pawlowski, Gary Dubin, Ralph Richardt, Sterling Holloway, Harry Wüstenhagen, Pat Buttram, Eduard Wandrey, George Lindsey, Walter Gross, Monica Evans, Erika Rehhahn, Carole Shelley, Inge Wolffberg, Bill Thompson, Peter Schiff, Charles Lane, Herbert Weissbach, Roddy Maude-Roxby,  Klaus W. Krause, Scatman Crothers, Klaus Havenstein, Paul Winchell, Dieter Kursawe, Lord Tim Hudson, Ingo Osterloh, Vito Scotti, Oscar Sabo jun., Thurl Ravenscroft, Michael Chevalier, Nancy Kulp, Inge Landgut, Wolfgang Völz, Benno Hoffmann, Peter Renaday, Reinhard Mey u.a.

(aufgeführt sind die Original- und die deutschen Synchronstimmen)

Genre Zeichentrick
Filmlänge 78 Minuten
Deutschlandstart
16. Dezember 1971
Website WaltDisney.org
Inhalt

Paris, 1910: Die betagte wie vermögende Madame Adelaide Bonfamille setzt ihre geliebten Katzen Duchesse und deren Kinder Marie, Toulouse und Berlioz als Erben ein und enttäuscht mit diesem skurrilen Testament ihren Butler Edgar, der sich ebenfalls größere Chancen auf das beträchtliche Erbe ausgerechnet hat.

Um diese Chancen zu wahren, lässt der Butler nun die begünstigte Katzenfamilie verschwinden, indem er sie weit entfernt von der Hauptstadt aussetzt. In der Wildnis da draußen haben Duchesse, die stammbaumgeadelte Angorakatze und ihre Kinder es nicht ganz leicht, waren sie es bisher doch gewohnt, in seidenen Laken zu schlafen. Da kommt Straßenkater Thomas O’Malley (vollständig: Abraham de Lacey Giuseppe Casey Thomas O’Malley) des Wegs – gerade zur rechten zeit. Er hilft den edlen Katzen, ihren Weg zurück nach Paris zu finden.

Aber die Gefahr ist längst nicht gebannt, denn Edgar gibt seine Hoffnung auf das Erbe nicht auf …

Was zu sagen wäre

Die Geschichte ist Nebensache. Betrachtete man sie näher, würde man sich vermutlich ärgern über das 101-Dalmatiner-Plagiat unter neuer Ausgangssituation; oder über langweilige Katzen, die ihren verwöhnten Alltag leben und und das richtige Leben erst mithilfe eines mit allen Wassern gewaschenenen Straßenköters … -katers undsoweiter blablabla … das ist alles nebensächlich.

Viel besser ist der Film, wenn andere Tiere für die Action sorgen – ein Bluthund und ein Bassett vom Land etwa, die Edgar in die Raserei treiben (buchstäblich) oder die Gänsedamen Abigail und Amelia, die Touristinnen aus UK, die ladylike, schnatterhaft wirken, als hätten sie schon einen Sherry intus – wunderbare Figuren!. Dann kommen die musikalischen Straßenkatzen.

Mit den Musikinstrumente bewehrten Felinen kommt Leben in die Bude und in den Film. Dann ist „Aristocats“ zwar immer noch ein Medley aus Disneyklassikern; aber wenigstens eines, das einen im Sessel mit swingen lässt. Höhepunkt ist die furiose Dixieland-Nummer Everybody wants to be a cat / Katzen brauchen furchtbar viel Musik.

„The AristoCats“ ist der Film, an dessen Idee und Konzeption Walt Disney noch selbst beteiligt war, der aber dann vollständig ohne den 1966 Verstorbenen produziert wurde. Er war einer der ersten einer langen Reihe von Produktionen, die von Wolfgang Reitherman umgesetzt wurden, der sich vom Charakterzeichner zum Regisseur (Das Dschungelbuch – 1967; Die Hexe und der Zauberer – 1963; 101 Dalmatiner – 1961) hochgearbeitet hatte.

Mit einem Budget von vier Millionen US-Dollar und etwa 250 Beschäftigten zählte Aristocats somit zu den großen Projekten. Der Aufwand hat sich gelohnt: Der Film spielte ungefähr 18 Millionen in den Kinos ein.

Wertung: 6 von 8 D-Mark