Kinoplakat: Apollo 13
Großes Drama in kleiner Kapsel
ein Fingernagel-Beißer im All
Titel Apollo 13
(Apollo 13)
Drehbuch William Broyles Jr. + Al Reinert
nach dem Buch „Lost Moon” von Jim Lovell + Jeffrey Kluger
Regie Ron Howard, USA 1995
Darsteller Tom Hanks, Kevin Bacon, Bill Paxton, Gary Sinise, Ed Harris, Kathleen Quinlan, Mary Kate Schellhardt, Emily Ann Lloyd, Miko Hughes, Max Elliott Slade, Jean Speegle Howard, Clint Howard u.a.
Genre Drama
Filmlänge 140 Minuten
Deutschlandstart
19. Oktober 1995
Inhalt

Die 13. Apollo-Mission macht den größten Traum von Astronaut Jim Lovell wahr: Am 11. August heben er und seine Kollegen Fred Haise und Jack Swigert mit der Saturn-V-Rakete ab. Ihre Mission: Landung auf dem Mond.

Auf halbem Weg explodiert der Gastank, schnell sinkt die Temperatur, die Mission muss abgebrochen werden, den drei Astronauten droht der Erstickungstod im All. In der engen Apollo-Kapsel und im Kontrollzentrum auf der Erde beginnen Astronauten und Bodencrew eine abenteuerliche Rettungsaktion …

Was zu sagen wäre

Ron Howards Thriller basiert auf den dramatischen Begebenheiten, die der Raumfahrtpolitik der USA zum ersten Mal nach Jahren der Stagnation wieder Schlagzeilen brachte. Der Bürger langweilte sich über dauernd neue Apollo-Missionen und begann sich zu fragen, ob man das viele Geld statt für die NASA nicht für Sinnvolleres ausgeben könnte. Der Flug von Apollo 13 ließ das Image der „Space Heroes“ noch einmal aufleuchten.

Kinoplakat: Apollo 13Ron Howard und seine Autoren William Broyles und Al Reinert haben daraus klassisches Nägelbeißer-Drama gemacht, ver4dichten die Story auf zwei Schausplätze und lassen dort die ausgesuchten Schauspieler ihre Arbeit machen. Tom Hanks (Forrest Gump – 1994; Philadelphia – 1993; Schlaflos in Seattle – 1993; „Eine Klasse für sich“ – 1992; Joe gegen den Vulkan – 1990; Meine teuflischen Nachbarn – 1989; big – 1988; Schlappe Bullen beißen nicht – 1987; Nothing in Common – 1986; Bachelor Party – 1984; Splash – Jungfrau am Haken – 1984) und Kevin Bacon („Lebenslang in Alcatraz“ – 1995; Am wilden Fluss – 1994; Eine Frage der Ehre – 1992; JFK – Tatort Dallas – 1991; „Flatliners“ – 1990; „Footloose“ – 1984; American Diner – 1982) liefern große Nummern in der Kapsel ab; Ed Harris („Im Sumpf des Verbrechens“ – 1995; „Needful Things“ – 1993; „Die Firma“ – 1993; Abyss – 1989; „Der Stoff aus dem die Helden sind“ – 1983) und Gary Sinise („Schneller als der Tod“ – 1995; Forrest Gump – 1994; „Von Mäusen und Menschen“ – 1992) tun dasselbe in der Kommandozentrale am Boden.

Ein großartiger Film, wunderbar aufgebaut und mit einem Satz, der Filmgeschichte machte: „Houston, wir haben ein Problem!“ Auch dieser Satz ist verdichtet. In der echten Kapsel während der echten Katastrophe meldete sich Pilot John Swigert über Funk: „Okay, Houston, wir haben da gerade ein Problem gehabt.“ Astronaut Jack Lousma im Kontrollzentrum fragte nach: „Könntet ihr das bitte wiederholen?“. Daraufhin Kommandant Lovell: „Houston, wir haben ein Problem gehabt.“ (“Houston, we’ve had a problem.“).

Regisseur Ron Howard begann seine Karriere als Schauspieler (u.a. für George Lucas in dessen Erstling American Graffiti – 1973), bevor er sich als Regisseur von Komödien und Dramen („Schlagzeilen“ – 1994; „In einem fernen Land“ – 1992; Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen – 1991; „Willow“ – 1988; „Cocoon“ – 1985; Splash: Jungfrau am Haken – 1984; „Nightshift – Das Leichenhaus flippt völlig aus“ – 1982) einen Namen machte.

Wertung: 10 von 10 D-Mark