Plakatmotiv: Angriff der Riesenkralle
Der Vogel macht alles kaputt
Titel Angriff der Riesenkralle
(The Giant Claw)
Drehbuch Samuel Newman + Paul Gangelin
Regie Fred F. Sears, USA 1957
Darsteller Jeff Morrow, Mara Corday, Morris Ankrum, Louis Merrill, Edgar Barrier, Robert Shayne, Frank Griffin, Clark Howat, Morgan Jones u.a.
Genre Monsterfilm
Filmlänge 75 Minuten
Deutschlandstart
19.05.1995 (TV-Premiere)
Inhalt
Auf einem Radarkalibrierungsflug sichtet der Elektronikingenieur Mitchell „Mitch“ MacAfee ein UFO, ein unidentifiziertes fliegendes Objekt. Wieder auf dem Boden angekommen, muss er feststellen, dass keines der drei Radare Notiz von diesem UFO genommen hat. Als bald darauf Militär- und Zivilflugzeuge ebenfalls ein UFO sichten und melden und kurz darauf abstürzen oder explodieren, muss gehandelt werden. Die ausgeschickten Abfangjäger sichten jedoch nichts.

Plakatmotiv: Angriff der RiesenkralleBei dem vermeintlichen UFO handelt es sich um einen prähistorischen, außerirdischen Riesenvogel, der von einem schützenden Antimaterieschild umgeben und somit immun gegen jegliche Art von Schusswaffen ist. Als letztes attackierte der Vogel ein Flugzeug, dessen Insassen er fraß.

MacAfee, Sally Caldwell und General Van Buskirk locken den Vogel mithilfe von Wetterballons an. Den dabei entstandenen Film geben sie an Lt. Gen. Edward Considine weiter, der wieder Flugzeuge ausschickt, die das Monstrum unschädlich machen sollen, doch alle Menschen an Bord der Maschinen sterben. Kurz darauf wird das Ei des Vogels beseitigt. Da der Vogel den Luftraum der gesamten Welt unsicher macht, entwickelt MacAfee mithilfe von Dr. Noymann eine Waffe, die das Kraftfeld des Vogels durchdringen soll. Der Vogel greift inzwischen New York an und zerstört das Empire State Building und das Gebäude der UNO, viele Menschen sterben …

Was zu sagen wäre

Der Vogel macht alles kaputt – und das im doppelten Sinne. Er macht Häuser in New York kaputt. Und er macht den Film kaputt.

Zu Beginn wird es aber erst einmal hoch seriös. Da wird im Stil einer TV-Dokumentation erläutert, dass die Menschheit mittlerweile in der Lage sei, mit einem Knopfdruck die entlegensten Winkel der Erde zu erreichen. Und dass in einem entlegenen Gebiet die Menschheit mit hoher technischer Finesse die Freiheit der Gesellschaft zu verteidigen sucht. Alles also kompetente, effiziente Wissenschaftler. „Situation normal. Bis jetzt jedenfalls.“ Laut Filmtitel wird es dann ja immerhin um eine „Riesenkralle“ gehen.

Plakatmotiv: Angriff der RiesenkralleUnd wenn man dann den Besitzer dieser Riesenkralle zum ersten Mal sieht, eine Art riesiger Geier an Marionetten-Fäden, breche ich unwillkürlich in Gelächter aus: Diese Geierpuppe sieht aus, wie ein Geier aus den Lucky Luke Comics. Nur eben viel größer: Ziehharmonika-Hals, Glubschaugen und Punkbüschel als sowas wie eine Frisur. Es fällt schwer, den Film ab da irgendwie ernst zu nehmen.

Flugzeuge, die an Nylonfäden gleiten, Monstren, die an Fäden hängen … es ist befremdlich. Dabei hat Trickspezialist Ralph Hammeras eigentlich genügend Erfahrung. Er arbeitete bereits 1925 mit Willis O´Brien an „The lost World“ und war auch an Disneys „20.000 Meilen unter dem Meer“ beteiligt.

Wertung: 1 von 8 D-Mark