Kinoplakat: Anaconda
Schlecht getrickste Monsterschlange
in einem schlechten Drehbuch
Titel Anaconda
(Anaconda)
Drehbuch Hans Bauer + Jim Cash + Jack Epps Jr.
Regie Luis Llosa, USA, Brasilien, Peru 1997
Darsteller Jennifer Lopez, Ice Cube, Jon Voight, J, Jonathan Hyde, Eric Stoltz, Owen Wilson, Kari Wührer, Vincent Castellanos, Danny Trejo u.a.
Genre Abenteuer, Action
Filmlänge 89 Minuten
Deutschlandstart
17. Juli 1997
Inhalt
Eine Expedition bricht in das Amazonas-Gebiet auf, um einen unbekannten Indianerstamm ausfindig zu machen. Die bunt zusammengewürfelte Truppe trifft auf einen alten, vernarbten Schlangenjäger, der eine besonders gefährliche Spezies jagt: Eine monströse Anaconda, die, einmal aufgescheucht, ihr Unwesen treibt und die Crew-Mitglieder per Würgegriff dezimiert …
Was zu sagen wäre

Es gibt manchmal Filme, bei denen man sich fragt, wer so etwas heute eigentlich noch finanziert und vor allem, warum. Als ich Anfang der 1970er Jahre meine Liebe für das Kino entdeckte, da liefen in meiner Altersklasse vor allem Walt-Disney-Filme, Astrid-Lindgren-Verfilmungen und Godzilla-Filme. Damals gefielen mir vor allem die japanischen Monsterfilme und deshalb sind sie für mich heute noch wichtiges Kulturgut.

Wäre „Anaconda” damals in die Kinos gekommen, und die schlechten Filmtricks täuschen vor, dass das so ist (damals wurde statt schlechter Digitaltricks schlechte Puppentricks inszeniert), hätte mir der Film sicher gefallen. Aber 1997? Da braucht man so etwas ja nicht einmal mehr als Direct-to-DVD-Release.

Aber: Der Film verströmt Lustgewinn, wenn ich beim Zappen des Nachts durch die TV-Programme auf ihn stoße. Da hat er genau die richte Tiefe und Spannung.

Wertung: 3 von 11 D-Mark