Kinoplakat: Am.Ende.der.Gew@lt.
Wenders' Kopfkino produziert
große Bilder vor k(l)einer Story
Titel Am.Ende.der.Gew@lt.
(The End of Violence)
Drehbuch Wim Wenders + Nicholas Klein
Regie Wim Wenders, Frankreich, Deutschland, USA 1997
Darsteller Bill Pullman, Andie MacDowell, Gabriel Byrne, Loren Dean, Traci Lind, Daniel Benzal, K. Todd Freema, John Dieh, Pruitt Taylor Vince, Peter Horton, Udo Kier, Enrique Castillo, Nicole Parker, Rosalind Chao, Marshall Bell, Frederic Forrest, Samuel Fuller, Henry Silva, Sam Phillips, Michael Massee u.a.
Genre Drama
Filmlänge 122 Minuten
Deutschlandstart
27. November 1997
Inhalt

Mike Max hat sich seinen hohen Lebensstandard mit der Produktion brutaler Gewaltfilme erarbeitet. Als er mit realer Gewalt konfrontiert wird – zwei Killer sind ihm auf den Fersen – muss der gutsituierte Produzent fliehen.

Er findet Unterschlupf bei einer mexikanischen Familie. Von hier aus macht er sich auf die Suche nach den Auftraggebern der Killer …

Was zu sagen wäre

Wim Wenders lässt in seinem Thriller das Thema Gewalt mitschwingen, ohne sich in Brutalo-Orgien on screen zu ergehen. Die zunächst wirren Handlungsstränge verdichten sich am Ende zu einem komplexen Konstrukt, das durch Gewalt getragen wird. Dennoch kommt Wenders nicht von seinem verkopften Ansatz los („Der Himmel über Berlin“ – 1987; „Paris, Texas“ – 1984; Der amerikanische Freund – 1977; Alice in den Städten – 1974). So ist der Film kein guter Thriller, der das Rätsel der Killer zum Ansatz hat, noch ist er ein besonders erhellender Debattenbeitrag zum Thema Gewalt & Kino.

Dass beides ebenso zusammenhängt, wie beides wenig miteinander zu tun hat, ist eine Binse. Andreas Kilb moniert in diesem Zusammenhang in der „Zeit“: „Statt Gewalt, Schmerz und Verlorenheit zu zeigen, deckt Wenders sie mit Drehbuchphrasen zu.“

„Am Ende der Gewalt“ ist am Ende klassisches Wenders-Kino: Grandiose Bilder grandioser Landschaften und Gesichter. Und eine Geschichte, die eigentlich nur gebraucht wird, um grandiose Bilder grandioser Landschaften grandios bebildern zu können.

Wertung: 5 von 11 D-Mark