Kinoplakat: Alien vs. Predator
Da will die Fans
jemand verarschen
Titel Alien vs. Predator
(AVP: Alien vs. Predator)
Drehbuch Paul W.S. Anderson + Dan O'Bannon + Ronald Shusett
mit dem Alien-Character von Dan O'Bannon + Ronald Shusett sowie dem Predator-Charakter von Jim Thomas + John Thomas
Regie Paul W.S. Anderson, USA, UK, Tschechien, Kanada, Deutschland 2004
Darsteller Sanaa Lathan, Raoul Bova, Lance Henriksen, Ewen Bremner, Colin Salmon, Tommy Flanagan, Joseph Rye, Agathe De La Boulaye, Carsten Norgaard, Sam Troughton, Petr Jákl, Pavel Bezdek, Kieran Bew, Carsten Voigt, Jan Pavel Filipensky u.a.
Genre Action
Filmlänge 101 Minuten
Deutschlandstart
4. November 2004
Inhalt

Satellitenbilder enthüllen in den Tiefen der Antarktis eine altertümliche Pyramide, verborgen unter Eis und Schnee. Eine Expedition macht sich auf den Weg in ein eisiges Abenteuer. Sie finden Artefakte aus den Fernen des Alls und sie werden gefunden. Von blutrünstigen Monstern und dessen Jägern. Und schnell ist die Gruppe erheblich dezimiert. Der kärgliche Rest muss sich eingestehen: „Wir sind hier nur Lockmittel und Monsterfutter.”

Teaserplakat: Alien vs. PredatorDas Spiel spielen andere: Offensichtlich hat hier eine außerirdische Spezies, deren einziges Hobby die Jagd ist, einen besseren Trimm-Dich-Pfad angelegt, in dem Raubtiere gezüchtet werden, die es dann zu erlegen gilt. Es passiert, was schon einst passierte: Die Raubtier-Brut ist besser als seine Jäger, vermehrt sich blitzartig und ganz gleich, wer gewinnt, die Menschen werden verlieren …

Was zu sagen wäre

Genau genommen verliert der Zuschauer. Und zwar nach ungefähr zwanzig Minuten – die Lust und das Eintrittsgeld, das er dann nicht mehr zurück bekommt. Das ist mal eine dreiste Unverschämtheit: Was schon via diverser anderer Medien (Comic, Games) lediglich so lala gelaufen ist – eine Schlacht der populären 20th-Century-Fox-Monster Alien und Predator (1987 von Arnold Schwarzenegger und 1990 von Dany Glover erlegt), wird jetzt unter der Qualitätsmarke des Alien-Franchise verramscht. Sogar die Ur-Produzenten-Truppe um Walter Hill hat sich in den Abspann schreiben lassen – das gibt den offiziellen Touch. Aber es bleibt ein unaufregendes Computerspiel, bei dem ich keinen Joystick bekomme und also zum zugucken verdammt bin.

Lance Henriksen ist dabei – der Android „Bishop” aus den Teilen II + III und sein menschliches Vorbild aus Teil IV. Auch in AvP heißt er Bishop – mit Zweitnamen („Charles Bishop Weyland”). Und statt Android ist er schwerreicher Industrieller. Sigourney Weaver ist nicht dabei. Die Frau, die ihren Platz einnehmen soll wirkt wie eine professionelle Computerspielfigur – cool, schlagfertig und die einzige, die es drauf hat.

Die Handlung ist indiskutabel. Lediglich die Exposition, das Aufstellen der Figuren, das Verteilen der Rollen, ist – zwar nicht neu aber – irgendwie und immer wieder fun to watch. Der Rest des Films ist von grenzenloser Ideenlosigkeit gesegnet. Statt Handlung springt der Face-Hugger. Statt Spannung lässt das Alien sein Gebiss flitschen. Mother-Alien darf sich mal wieder von ihrem übergroßen Eier-Sack abreißen und auf die Jagd gehen – quasi eine 1:1-Kopie aus James Camerons Version Aliens (1986).

Und der „Predator”? Seine Waffen sind anatomisch immer noch nicht an die Gummihände der Profijäger angepasst. Da habe ich mich schon 1987 gefragt, wie die Herrschaften eigentlich ihren Alltag bewältigen, wenn ihnen dauernd die Finger im Weg stehen.

Der Film ist platt, profan und ohne jede Bedeutung.

Wertung: 0,10 von 6 €uro