|
||||||||||||||||||
InhaltJames Howlett hatte keine nette Kindheit. Wenn er erregt wurde, schossen ihm messerscharfe Knochen aus der Haut zwischen den Fingern. Mit diesen tötete er einst seinen Vater; seither irrt er mit seinem Bruder Victor Creed durch die Jahrhunderte, denn... James und Victor sind unsterbliche Mutanten - so gut wie unzerstörbar. Und damit - als die militärische Wissenschaft weit genug entwickelt ist - ein gefundenes Fressen wür die Uniformträger. Sprich: Für Colonel William Stryker. Nach traumatischen Kriegserfahrungen hatte sich James in die kanadischen Berge zurückgezogen, lebte mit seiner Freundin das einfache, aber herzliche Leben eines Holzfällers. Dann brach das Unheil herein, seine Freundin wurde ermordet. Und William Stryker tauchter - wieder - auf. James lässt sich zu einem geheimen Experiment überreden - "Weapon X". Als er erfährt, dass sein Bruder - Victor Creed, mittlerweile der mordlüsterne Sabretooth für den Mord an seiner Freundin verantwortlich ist, hat James nur noch ein Ziel: Rache... Was zu sagen wäreHugh Jackman grimmt. Das Adamantium klirrt. Die Effekte schlagen Purzelbaum. Hubschrauber explodieren zu Dutzenden. Und dann geht der Vorhang zu, das Licht geht an und Du weißt, Du hast Dich irgendwie gut unterhalten. Aber jetzt hättest Du Lust auf einen ordentlichen Actionfilm.
Dieser Wolverine-Film ist merkwürdig aus der Zeit gefallen. Mitte der 1980er Jahre, zu Zeiten, als der Terminator die Grenzen des außergewöhnlichen Kinos verschob, wäre X-Men Origins ein ganz beeindruckender Film gewesen; heute ist er ein akurat abgefilmtes Comicheft, bei der vom ersten Frame an klar ist, wer alles nicht ernsthaft in Gefahr gerät oder bei in den nächsten 90 Minuten zu erwartenden Rachefeldzügen nicht über die Klinge springen wird. Aber brauchen tut solche Filme eigentlich kein Mensch. Am Ende bleiben sie teure Marketingvehikel für neue Comicbooks und Games, die nicht satt machen. Außerdem treffe ich in solchen Filmen auf die gefürchteten Multiplex-Teenager. Im CinemaxX am Potsdamer Platz, Berlin, saßen in der Reihe hinter mir etwa zehn davon. Sie quatschten ununterbrochen. Die hormonübersteuerten Jungs faselten über Adamantium, Superhelden und Vorgängerfilme, warfen Serien, Verlage und Helden/Schurken durcheinander, und machten damit offenbar großen Eindruck auf die hormongesteuerten Mädchen, die ununterbrochen bewundertend giggelten; zudem sorgten sie sich, ob sie denn hier alles verstehen könnten, wo sie doch die drei anderen X-Men-Filme nicht gesehen hätten. Ist schon wahr: Teenager! Dafür werden Kinos gebaut. Wertung: 4 von 6 €uro Die X-Serie BLICKPUNKT: FILM schrieb - Nach der erfolgreichen "X-Men"-Trilogie mit den bekannten Marvel-Comic-Helden ist "Wolverine" das erste von mehreren geplanten Spin-offs, die sich dem Vorleben der einzelnen Superhelden widmen. Wolverine wird dabei wieder von Hugh Jackman ("Australia") gespielt. Regie führte Gavin Hood, der nach "Tsotsi" und "Machtlos" seinen ersten Ausflug ins Fantasygenre unternimmt, wobei er den Film düsterer als die ersten drei "X-Men"-Verfilmungen anlegt. Dabei kommen auch neue, in der Trilogie nicht enthaltene Charaktere ins Spiel. |