Filminfo:
W:
Waterworld
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Katastrophendreh und Chaos
für einen guten Abenteuerfilm
| Titel |
Waterworld
(Waterworld) |
| Drehbuch |
Peter Rader + David Twohy |
| Regie |
Kevin Reynolds & Kevin Costner, USA 1995 |
| Darsteller |
Kevin Costner, Dennis Hopper, Jeanne Tripplehorn, Tina Majorino, Michael Jeter u.a. |
| Genre |
Abenteuer |
| Filmlänge |
120 Minuten |
Inhalt
Seit dem Abschmelzen der Polkappen liegen die Kontinente unter Wasser. Nur wenige Menschen haben die Katastrophe überlebt.
Auf selbstgezimmerten Atollen und schwimmenden Schrotthaufen dümpeln sie der letzten Hoffnung entgegen: dem "Dryland", einem legendären Rest trockener Erde.
Zu den Suchenden zählt auch der Mariner, ein mutierter Sonderling, der dank Kiemen unter Wasser atmen kann. Er scheut die Gesellschaft anderer Zweibeiner und gondelt allein über die endlosen Meere. Nur, um seine Vorräte aufzufrischen, legt er in einer jener künstlichen Atollstädte an.
Bei einem dieser Besuche trifft den Mutanten Misstrauen und Hass der notleidenden Bevölkerung. Man steckt ihn in einen Unterwasserkäfig, will ihn hinrichten.
In just diesem Moment greifen die Smoker an, Piraten, die mit Speeder-Bikes die Ozeane kreuzen, und sich ihren Nachschub in den Atollstädten besorgen. In den Wirren der Smokers-Attacke wird Mariner von Helen befreit. Bedingung: Er nimmt sie - und ihre Ziehtochter Enola - mit hinaus aufs offene Meer und ... nach Dryland.
Eine Tätowierung auf Enolas Rücken soll angeblich den Weg ins verheißene Land weisen. Das wissen auch die"Smokers, deren Boss Deacon die Jagd auf Mariner und sein Schiff freigibt ...
Was zu sagen wäre
Dass Waterworld eine teure Veranstaltung werden würde, ahnte schon B-Filmer und Billig-Filmer-Legende Roger Corman, der die Ursprungs-Idee zum Film hatte: "Wenn wir den Film so machen, wie ihr wollt, kostet er fünf Millionen Dollar!"
Corman, der jeden Cent zwemal umdreht, ließ das Projekt daher 1986 fallen.
Im Laufe der Jahre fand das Drehbuch mehrere Interessenten, aber keine Abnehmer. Bis 1991 Kevin Costner ins Spiel kam, der die Regie erst selbst übernehmen wollte, aber dann seinen langjährigen Freund Kevin Reynolds ("Robin Hood - König der Diebe") mit dem Posten betraute.
Spätestens nachdem der (damalige) A-Name Costner auf der Besetzungsliste prangte, wurde das "Waterworld"-Projekt in Hollywood heiß gehandelt.
"Universal" und "Warner Bros." stritten sich erbittert um die Rechte.
Das Ende vom Lied: Universal zückte die dickeren Schecks und startete die Dreharbeiten am 27. Juni 1994 vor Hawaii.
Bis dahin war das Corman-Projekt zigmal umgeschrieben worden.
Die Dreharbeiten gerieten zur Katastrophe, das 1:1-Modell der Atollstadt versank im Sturm und musste neu gebaut werden. Die Produktionskosten des ehemaligen 5-Millionen-Projekts beliefen sich am Ende auf 180 Millionen Dollar. Manche behaupten sogar, die 200 Mio.-Grenze sei überschritten worden.
Als der Pulverdampf der Katastrophenmeldungen und schlechten Presse zum Filmstart verraucht war blieb ... ein annehmbarer Abenteuerfilm, der spannend ist, Augenfutter bietet ... aber natürlich viel zu teuer war.
Wertung: 7 von 11 D-Mark |