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InhaltYusuf Atta Mohammed, der früher Steven Younger hieß, verschickt ein Video, in dem er droht in drei Tagen drei Atombomben in drei großen amerikanischen Städten explodieren zu lassen. Bald darauf wird er in einem Einkaufszentrum festgenommen. Das Team um die F.B.I. Agentin Brody wird auf den Fall angesetzt und in eine zum Einsatzzentrum umfunktionierte Schule gebracht, in der die Ermittlungen zusammen mit Angehörigen des Militärs durchgeführt werden. Während die Agenten Spuren überall in den USA nachjagen, um die Bomben zu finden, wird Brody mit dem Verhörspezialisten "H zusammengebracht. Beide sollen im Verbund dem gefesselten Younger die Verstecke der Bomben entreißen. "Entreißen" ist wörtlich gemeint.", H wendet körperliche Folter an, was Agent Brody zunächst missfällt. Sie versucht, in den Folterpausen Younger davon zu überzeugen, den Standort der Bomben zu verraten, damit die Folter aufhört. Nach einem besonders schweren Verhör, verrät Younger dann tatsächlich eine Adresse. Es stellt sich aber heraus, dass dies nur eine Falle von Younger war, um Zeit zu gewinnen. Die Foltermethoden werden brutaler, als sich abzeichnet, dass Younger alles bis ins Detail geplant haben könnte - inklusive der grausamen Folter ... Was zu sagen wäre
Es ist fast eine Erleichterung, als am Ende jemand sagt: "Dann sei es eben so. Dann sterben eben Tausende. Aber wir dürfen nicht zulassen, was hier passiert!, und darauf hin die Folter auch sofort zu Ende ist. Dies ist auch ein Film, der zeigt, warum es Samual-L.-Jackson-Rollen gibt, die niemand anders spielen könnte. Er gibt den Folterknecht beklemmend gut. Eben noch hat er Fingernägel ausgerissen, da schmust er im nächsten Moment mit seiner Ehefrau und albert mit den Kindern, um einen Moment später im Verhörraum bestialisch auszuflippen. Beängstigend. Die Stimmung für und gegen diesen Kerl wechselt minütlich. Cary-Ann Moss als besonnene FBI-Agentin Brody gibt den genau temperierten Gegenpart zu H. Sie wird an Zuschauers-Statt in diesen Sturm der Gefühle und Schmerzen gezogen , wechselt von empörter Ablehnung im einen Moment zum Griff nach dem Skalpell gegen den Delinquenten im nächsten. Michael Sheen schließlich, der das bemiteidenswerte Opfer, den grausamen Terroristen, verblendeten Idioten spielt, fügt seiner imposanten Rollenauswahl der vergangenen Jahre eine weitere unauslöschliche Erinnerung hinzu. Kalte Bilder. Nüchterner Schnitt. Keine Effekthascherei. Die Eskalation in einer zivilisierten Gesellschaft hin zum Tier ist auch ohne filmische Mätzchen zwingend. Plötlich ist Abu Ghoreib, sind die Waterboarding-Diskussionen ganz nah und überhaupt nicht mehr akademisch. Zurück bleibt ein flaues Gefühl, sowohl, was die Brutalität angeht, als auch der Gedanke, dass "das" anders in so einer Situation wohl nicht geht. Eigentlich schade, dass der DVD/BluRay-Release "ab 18" ist. So brutal und verstörend er ist. Ich glaube, es wäre gar nicht schlecht, Teenager ab 15 mit dieser hochbrisanten, oip-aktuellen Gretchenfrage zu konfrontieren: "Wie hälst Du es mit der Folter in Extremsituationen?" Wertung: 6 von 6 €uro |