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Super 8

Plakat: Super 8

Willkommen im Steven-Spielberg-
Themenpark - Grossartig

Titel Super 8
(Super 8)
Drehbuch J.J. Abrams
Regie J.J. Abrams, USA 2011
Darsteller

Joel Courtney, Elle Fanning, Kyle Chandler, Riley Griffiths, Ryan Lee, Gabriel Basso, Zach Mills, Jessica Tuck, Joel McKinnon Miller, Ron Eldard, Amanda Michalka, Andrew Miller, Jade Griffiths, Jakob Miller, Britt Flatmo u.a.

Genre Abenteuer
Filmlänge 112 Minuten

Inhalt

US-Teaserplakat Super 8Eine US-Kleinstadt im Jahr 1979. Nach dem Tod seiner Mutter ist der 13- jährige Joe allein mit sich und seiner Trauer.
Zuflucht findet er bei den Dreharbeiten eines Zombiefilms, den sein bester Freund Charles auf Super 8 inszeniert. Er konnte sogar die unerreichbar scheinende Alice für eine Hauptrolle gewinnen.

Gemeinsam werden sie während des Drehs Zeugen eines Zugunglücks, bei dem eine Kreatur aus einem geheimen Militärwagon entweichen kann. Kurz darauf geschehen unerklärliche Dinge, Alice verschwindet spurlos. Jetzt ist Joe gefragt ...


Was zu sagen wäre

Etwaige Ähnlichkeiten mit frühen Filmen von Steven Spielberg im Allgemeinen und E.T. im Besonderen sind rein zufällig und dem Executive Producer zuzuschreiben - Steven Spielberg.

Ein toller Film. Gedreht 2011 sieht er aus, als wäre er 1980 entstanden. Das bewirken die anfangs betuliche Erzählhaltung, die heute kein Summer-Eventmovie seinen jungen Zuschauern mehr vorzusetzen traut, die Besetzung mit vornehmlich Kindern und natürlich die Welt, in der wir uns befinden: eine Kleinstadt, bevölkert uns erzählt aus Kindersicht. Grandios schon der Einstieg, der ohne Dialog vom Drama in einer kleinen Stadt erzählt, durch das unser Held seine Mutter verloren hat.

US-Plakat: Super 8Trotzdem: Wenn anfangs der Zug entgleist, dann ist das kein 1980er-Movie; der Zug explodiert schon ordentlich so, wie man/kind das 2011 erwartet. auch das alien, das spät in den Film eingeführt wird und zumeist im Halbdunkeln harrt, ist samt Mimik und Schleim sehr 2011. Aber auch hier: Der Thrill, denn das rätselhafte Wesen erzeugt, ist gänsehautiges 1980 - wunderbar. Im Vorfilm lief ein Trailer zu "Final Destination 5", der in seinen zwei Minuten mehr Thrill und Horror aufbaut, als der ganze folgende Hauptfilm.

Den romantischsten Moment liefert in diesem angenehm sehnsüchtigen, romantischen Abenteuerfilm der Abspann. Der zeigt den schließlich doch noch fertig gestellten Zombiefilm, den die Jungs in ihrer kleinen Stadt gedreht haben. Nach 100 perfekt inszenierten Minuten liefert er den charmanten Beweis, dass man all die SFX und Perfektionismen aus dem Blockbuster-Baukasten nicht zwingend braucht: der kratzige Super-8-Streifen erzählt anrührend, engagiert, schlecht geschnitten, sich um keinen Bildanschluss oder Bildachse kümmernden Anschluss die Abenteuer eines Detektivs, der seine Frau fast an Zombied verliert.

Die Entdeckung des Films, der Magic Moment? Jeder Auftritt der 13jährigen Elle Fanning. Ja, ich verstehe, warum Joe in sie verknallt ist und ich verstehe auch, warum er sich nicht traut, diesen Ausbund an schöner Selbstständigkeit anzusprechen.

Super 8 ist ein wunderschöner Ausflug zurück in meine Kinokindheit. J.J. Abrams hatte schon in Star Trek - und in Ansätzen auch schon in Mission: Impossible 3 - bewiesen, dass er neben TV-Straßenfegern (Alias, Lost) auch die große Leinwand beherrscht. Perfektes Kintopp!

Wertung: 7 von 7 €uro