Filminfo:
S:
Star Trek
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So geht Prequel, Mr. Lucas
| Titel |
Star Trek
(Star Trek) |
| Drehbuch |
Roberto Orci +
Alex Kurtzman |
| Regie |
J.J. Abrams, USA 2009 |
| Darsteller |
Chris Pine, Zachary Quinto, Leonard Nimoy, Eric Bana, Bruce Greenwood, Karl Urban, Zoe Saldana, Simon Pegg, John Cho, Anton Yelchin, Ben Cross, Winona Ryder, Chris Hemsworth, Jennifer Morrison, Rachel Nichols, Faran Tahir, Clifton Collins Jr., Antonio Elias u.a.
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| Genre |
Science Fiction |
| Filmlänge |
127 Minuten |
Inhalt
Der Weltraum, unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Kelvin... das von einem romulanischen Kreuzer angegriffen und vernichtet wird. An Bord: George Kirk. 1. Offizier, seit 17 Minuten Captain und im Angriff gestorben. Mit seinem Einsatz hat er 800 Besatzungsmitgliedern das Leben gerettet - darunter seine Frau. Und der frisch geborne Sohn. James Tiberius.
Zwölf Jahre später. Jim Kirk, ein Rumtreiber und Rabauke, wird aus einer Kneipenschlägerei in die Sternenflotte rekrutiert. Einige Jahre später gelangt er auf Umwegen - und nach vielen Manövern während der Ausbildung - als Kadett an Bord des brandneuen Flaggschiffes der Flotte: U.S.S. Enterpreise 1701. Unter Captain Christopher Pyke soll die Flotte einem Hilferuf von Vulkan nachgehen. Und wird dort von Romulanern angegriffen und vernichtet. Nur die Enterprise kommt mit heiler Hülle davon - weil Kirk die erste seiner auf Informationen basierenden Ahnungen hatte. Dennoch: Die Romulaner zerstören Vulkan und nahezu alle sechs Milliarden Vulkanier - darunter die Mutter des ersten Offiziers der Enterprise, Commander Spock - außerdem auch Ausbilder der Kadetten, und damit Kirks Ausbilder. Das bedeutet Ärger. Denn Kirk ist illegal auf der Enterprise. Und Spock, der Vulkanier, versteht weder Spaß noch Heldenmätzchen.
Weil Captain Pyke während der Schlacht von den Romulanern gefangen genommen wurde, ist Spock jetzt Captain. Er schmeißt Kirk von Bord; setzt ihn ab auf einem Eisplaneten, auf dem die Föderation einen Außenposten pflegt. Dort lernt der junge Kadett den brillanten Techniker Montgomery Scott kennen. Und einen ältlichen Vulkanier mit Namen Spock. Ein "Spock" aus der Zukunft, der Kirk dessen Bestimmung offenbart: Zurück auf die Enterprise, Spock gleichzeitig als Captain ablösen und dabei dessen Freundschaft gewinnen - und die Erde retten.
Gemeinsam mit Scotty macht er sich auf den Weg...
Was zu sagen wäre
Ein Kracher. J.J. Abrams und seine Autoren Roberto Orci und Alex Kurtzman haben alle Schlüsselpositionen der Produktion besetzt - Drehbuch, Regie, Produzent, Ausführende Produzenten - und einfach mal losgelegt. Abrams, ein Seiteneinsteiger in die Serie, wurde erkennbar nicht von beklemmenden Respektsanfällen gequält, als er daran ging, die berühmteste Raumschiffcrew der Filmgeschichte dabei zu beobachten, wie sie ebendas noch erst werden will.
Und von den üblichen Empör-Wallungen eingefleischter Fans ließ er sich auch nicht einschüchtern und hat also Spock gleich mal eine Freundin gegönnt. Und was für eine!!
Ein Gastauftritt von Winona Ryder als Spocks Mutter, der wenig mehr zeigt, als die wunderbaren Augen der Actrice ist einer der vielen "Wow"-Effekte in diesem Film. Das Moderne Retro-Design ist ein weiterer. Wundervoll haben die Autoren daran festgehalten, dass sich die Menschen selbst in ferner Zukunft noch auf Ereignisse der 1950er Jahre berufen - das Kentucky-Derby findet ebenso Platz wie eine schnittige rote Corvette aus den 50er Jahren.
Die Besetzung ist gelungen. Mein Favorit ist Karl Urban als Pille McCoy, der Raumfahrten hasst, die Erde aber verlassen muss, weil nach der Scheidung seine Ex-Frau "alles gekriegt hat, inklusive des ganzen Planeten".
Auch der "Titanic"-Effekt hat die Macher nicht behindert. Im Gegenteil. Auch wenn die Story einen den Lauf der bekannten Star-Trek-Geschichte verändernden Zeitsprung zelebriert, ist klar, welche Akteure trotz aller Schlachten und "die-Zeit-läuft-ab-Captain"-Situationen den sichern Hafen des Abspanns erreichen werden. Daraus zieht Abrams, der sich Tipps von Steven Spielberg geben ließ (wie er in einem SPIEGEL-Interview verriet), Potenzial. Statt Damokles-Schwert-Szenen inszenieren zu müssen, kann er sich auf die Beziehung Spock-Kirk konzentrieren. Denn bei allem Schlachten- und Effekte-Gewitter liegt dort der Fokus. Die Story mit den angriffslustigen Romulanern ist eher Beiwerk, das ein paar Basics - wie den verändernden Zeitsprung und einen Grund von A nach B nach C und wieder nach A zu fliegen - transportiert.
Hat Star Trek noch was mit seinen zehn Kinovorläufern zu tun? Nein. Ja. Jedenfalls in dem Punkt, wo die menschliche Geschichte wichtiger ist, als jede Explosion. Ansonsten ist Star Trek der erste Kinofilm über die Enterprise, der den Namen auch verdient (mit Ausnahme des unterschätzten ersten Star-Trek-Films vielleicht). Den tüddligen TV-Rahmen, den die zehn Vorgänger trotz unterschiedlich hoher Qualität immer auch hatten, sprengt Abrams im Handumdrehen.
Abrams kommt aus der Star-Wars-Ecke. Mit Star Trek hatte er eher weniger am Hut. Das hat nicht nur dieser gelungen Reanimation eines in Ehren verschimmelten Klassikers gut getan. Das wird jetzt auch noch zu einem Stachel im Fleisch des Weltraum-Buddhas George Lucas. Dessen Prequelversuche mit den "Episoden I, II, III" gerieten zu pathetischen, in den Schlüsselpositionen schlecht geschauspielerten, FX-überfachteten, schwerfälligen Ungetümen (was ich als Star-Wars-Fan natürlich nie nie nie kritisieren würde...).
Star Trek dagegen ist leicht, locker, flott, philosophisch, spannend, gut besetzt - und macht Spaß.
Wertung: 6 von 6 €uro
Star Trek im Kino:
- Star Trek - Der Film
- Star Trek - Der Zorn des Khan
- Star Trek - Auf der Suche nach Mr. Spock
- Star Trek - Zurück in die Gegenwart
- Star Trek - Am Rande des Universums
- Star Trek - Das unentdeckte Land
- Star Trek - Treffen der Generationen
- Star Trek - Der erste Kontakt
- Star Trek - Der Aufstand
- Star Trek - Nemesis
- Star Trek
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