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InhaltJim Hawkins träumt von großen Schätzen, Abenteuern auf fernen Planeten und großen Reisen quer durch die Galaxie. Statt dessen hat er dauernd Ärger mit der Polizei am Hals und macht seiner Mutter nichts als Kummer. Seit Dad abgehauen ist, versucht sie, sich und Jim mit der kleinen Spelunke über Wasser zu halten und was macht Jim? Der surft mit seinem Jet-Board durch verbotene Anlagen und versagt in der Schule. Dann kracht ihm ein kleiner Segelraumer buchstäblich vor die Füße, dem ein sterbender Salamander entkräucht, etwas von einer Schatzkarte röchelt, die dem "Cyborg" nicht in die Hände fallen dürfe. Kurz darauf kracht es schon wieder: Ein Piratenschiff ist gelandet, ein Schatten an der Wand signalisiert: Der Cyborg kommt, um die Karte zu holen. Am Ende brennt Mutters Spelunke und sie, Jim und der Astronom Dr. Doppler entziffern im Geheimen die Karte. Doppler ist elektrisiert und Jim - die alles-wieder-gut-machen-könnenden "Schätze aus tausend Welten" auf einem gar nicht so fernen Planeten vor Augen, macht seiner Mutter einmal mehr Kummer, denn Doppler finanziert eine Exkursion zum Schatzplaneten. Auf der Weltraumgaleone "Legacy" schließt er schnell Freundschaft mit dem Schiffskoch John Silver, einem Cyborg, der halb Mensch, halb Maschine ist und auch mit Morph, einem hyperaktiven Formwandler hat er jede Menge Spaß... Doch dann übernimmt Silver das Kommando auf der "Legacy" - er will den Schatz für sich alleine. Ein Glück, dass Jim auf B.E.N. trifft, den nach 100 Jahren Einsamkeit auf dem Schatzplaneten leicht durchgeknallten Androiden. Der hat zwar nicht alle Chips auf der Festplatte, hilft dem jungen Abenteurer jedoch ein gewaltiges Stück weiter... Was zu sagen wäreDaumen runter, Daumen hoch. Die Disney-Studios haben sich, seit die Konkurrenz um Spielberg erwacht ist und "König der Löwen" und "Aladdin"-Vater Jeffrey Katzenberg dort für Furore sorgt, von ihrer Vorbild-Funktion im familienkompatiblen Zeichentrickgenre ängstlich verabschiedet. "Der Schatzplanet" ist ein Konsolen-kompatibles Actionvehikel, das den Daddel-Kids nur Werbung für die kommende Jump-and-Run-Attraktion auf der heimischen PlayStation ist. Das unkonzentrierte Herumgehampel der Kinder im Kino spricht Bände. Von fantasievoller Story keine Spur. Kinderherzen ergreifend ist hier wenig.
Wenn es dazu nur auch die entsprechenden Story-Ideen gäbe. Ein knuddliger "Formwandler", der statt des Papageis in der Stevenson-Vorlage "Schatzinsel" auf Long John Silvers Schulter haust, macht noch keinen schönen Disney-Film. Wertung: 3 von 6 €uro |