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Running Man

Plakat Running Man

Korruptes Werkzeug Fernsehen
Ein Lieblingsthema in Filmgewerbe

Titel Running Man
(Running MAn)
Drehbuch Steven de Souza
Regie Paul Michael Glaser, USA 1987
Darsteller Arnold Schwarzenegger, Maria Conchita Alonso, Richard Dawson, Yaphet Kotto, Jim Brown, Jesse Ventura, Erland van Lidth, Gus Rethwisch, Professor Toru Tanaka, Mick Fleetwood u.a.
Genre Action
Filmlänge 100 Minuten

Inhalt

Das Jahr 2019: Amerika wird von einem totalitären Regime beherrscht, die Menschrechte sind abgeschafft. Das Fernsehen beherrscht die Massen. Die TV-Show "Running Man" ist der Renner. Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel, in dem es für den Gewinner um viele Millionen Dollar geht.

Ben Richards, Ex-Cop, der im Knast sitzt, weil er angeblich Massenmord veranstaltet haben soll, wird gezwungen, das "Spiel" zu spielen. Trotz monströser Gegner behält er die Oberhand und deckt einen gigantischen Schwindel auf ...


Was zu sagen wäre

Das Drehbuch von Steven de Souza, der auch die Bücher zu "Phantom Kommando" und "Nur 48 Stunden" schrieb, basiert auf dem Roman "The Running Man", den Stephen King 1970 unter seinem Pseudonym Richard Bachman veröffentlichte.

Schon 1962 produzierte Robert Sheckley mit "Das zehnte Opfer" eine ähnliche Erzählung, auf die sich Wolfgang Menge in seinem "Millionenspiel", 1972 im deutschen Fernsehen ausgestrahlt, bezog. Auch der französische Filmemacher Yves Boisset griff 1982 das Thema der Menschenverfolgung im Fernsehen auf: "Kopfjagd - Preis der Angst", mit Gérard Lanvin als Gejagtem und Michel Piccoli als skrupellosem TV-Moderator.

Die gesellschaftliche Zukunftsvision, in der die Menschen entweder auf der Straße von der Hand in den Mund leben oder in strahlenden Palästen, in denen Fernsehmogule Opium fürs Volk produzieren, mag überzeichnet, für die einfache Filmdramaturgie (schwarz/weiß - Gut/Böse) dargestellt sein. In der realen Welt - wenige Jahre vor dem Filmdatum "2019" - sind aber erste Anzeichen in diese Richtung durchaus erkennbar: Weltfinanzkrise, Hunderttausende verlieren Haus und Hof, Terroristen zwingen den Menschen neue, schärfere Sicherheitsgesetze auf, die alltägliche Vernetzung schwächt das Individuum, Fernsehsender entwickeln Scripted-Reality-Formate, um endlich die Sozialpornos zeigen zu können, die in den Hirnen der Elfenbeinturm-Redakteure immer schon für Realität gehalten wurden, angebliche Talentshows beuten die Träume junger Menschen aus und stellen sie in einem zynischen Menschen-Zoo aus. In Japan gibt es TV-Shows, in denen die Kandidaten mörderischen - immerhin aber nicht tödlichen - Belastungen ausgesetzt werden.

Regisseur Paul Michael Glaser ist durch die TV-Serie "Starsky & Hutch" bekannt geworden, wo er als Darsteller und auch in einigen Episoden als Regisseur mitwirkte. Auch bei einigen "Miami Vice"-Folgen hat er Regie geführt. Sein erster Spielfilm war "Band of the Hand"...

Wertung: 5 von 6 €uro

Die Filme mit Arnold Schwarzenegger