Fragwürdig auf
hohem Niveau
| Titel |
Oben
(Up) |
| Drehbuch |
Bob Peterson + Pete Docter +
Thomas McCarthy |
| Regie |
Pete Docter &
Bob Peterson, USA 2009 |
| Genre |
Trickfilm |
| Filmlänge |
96 Minuten |
Inhalt
Carl Fredericksen hat Zeit seines Lebens mit seiner Frau davon geträumt, die Welt zu bereisen, Abenteuer zu erleben und in Südamerika die Paradise Falls zu besuchen. Immer ist etwas dazwischen gekommen.
Nach dem Tod seiner Frau will der 78-Jährige die Pläne endlich in die Tat umsetzen, zumal sein Häuschen einer neuen Immobilie den Platz räumen soll.
Begleitet von dem hartnäckigen Pfadfinder Russell macht er sich auf den Weg - inklusive seines Häuschens, das sich, an zahllosen bunten Ballons aufgehängt, in die Lüfte schwingt.
Durch Russels Navi haben die Weltreisenden Paradise Falls bald gefunden. Vor Ort geraten sie allerdings einer seltsamen Hundemeute in die Quere. Und noch einem komischeren - sehr bunten - Vogel.
Und einem ehemals Abenteurer...
Was zu sagen wäre
So skurril die Story, so schwer der Film. Ihm fehlt die klare Zielgruppe, bietet aber anders, als Film-für-Jung-und-Alt-Filme nicht eine abwechslungsreiche Mischung, sondern ein Drama mit bunten Einsprenkseln hier und da.
Das fängt mit der Hauptfigur des Spencer-Tracy-artigen Carl Fredericksen an: Seine Motivation ist gespeist von der großen Liebe zu seiner verstorbenen Frau und dem damit verbundenen Schuldgefühl, ihr nie die Abenteuerreise ermöglicht zu haben, die sie immer antreten wollte. Dass die Liebe groß ist, machen die ersten 15 Minuten des Films klar, die - Pixar-typisch - zum besten gehören, was erzähltechnisch in letzter Zeit auf der Leinwand zu sehen war. Aber was will Carl eigentlich?
Außer mürrisch und verbissen einem Ziel hinterherzuhecheln, das ihn offensichtlich gar nicht interessiert. Der abenteuerlich bunte Riesenvogel jedenfalls, der für Hobby-Abenteurer (wie Carl) gut erkennbar keiner bekannten Gattung angehört, geht Carl nur auf die Nerven. Es gab also nichts zum mitfiebern.
Der junge Russell ist nichts außer naiv-quengelig-vorlaut. Aber das mag dem Alter des Betrachters (Jahrgang 1961) geschuldet sein.
Am Ende habe ich einen interessanten Film gesehen - schöne Bilder, melancholische Momente - der seine Story aber erst während des Abspanns rund bekommt.
Wertung: 4 von 6 €uro
Die Pixar-Filme
Toy Story (1995)
Das große Krabbeln (1998)
Toy Story 2 (1999)
Monster AG (2001)
Findet Nemo (2003)
Die Unglaublichen (2004)
Cars (2006)
Ratatouille (2007)
WALL•E (2008)
Oben (2009)
Toy Story 3 (2010)
Cars 2 (2011)
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