Film

Buch Ich Links Mail
Filmauswahl

0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Zurück zur Homepage

Filminfo:
N:
Natürlich Blond

Plakat Natürlich Blond

ein filmischer Blondinenwitz
dem die Rache süß schmeckt

Titel Natürlich Blond
(Legally blonde)
Drehbuch Amanda Brown, Karen McCullah Lutz
Regie Robert Luketic, USA 2001
Darsteller Reese Witherspoon, Luke Wilson, Selma Blair, Matthew Davis u.a.
Genre Komödie
Filmlänge 96 Minuten

Inhalt

Elle Woods ist naturblond --das ist eine wichtige Vorbemerkung: Sie ist nicht etwa gefärbt. Sie ist sehr beliebt, eine ausgezeichnete Schülerin, Präsidentin ihres Wohngebäudes auf dem Campus und heiße Kandidatin auf den Titel der "Miss Hawaiian Tropic" --und ihre Unterschrift ist pink!. Sie führte also ein tolles Leben und sie war wirklich nicht auf den Kopf gefallen. Wie ihre Haarfarbe gülden hat sie auch ein Herz aus Gold. Und das gehört einzig und allein Warner.

Es ist auch eigentich gar keine Frage, dass Warner, als er sie in ein schickes Restaurant einlädt, um ihre Hand anhalten wird.

Leider ist das Gegenteil der Fall. Er, Warner, wechsele ja jetzt nach Harvard und werde --der Familientradition folgend-- später in die Politik gehen und da... na ja... also... da könne er so ein blondes Schnepflein wie Elle so gar nicht an seiner Seite gebrauchen. Er macht also Schluss!

Elle ist neben all ihren bereits genannten Vorzügen auch noch zielstrebig: Aufgeben gibt es nicht. Kurzentschlossen schreibt auch sie sich an der Harvard Law School ein --ihr Bewerbungsvideo hat ein Coppola für sie angefertigt.

Harvard liegt an kalten Ostküste. Elle kommt aus dem sonnigen Kalifornien und schon ihre Eltern verstehen nicht, warum sie ihr hübsches Köpfchen mit unnötigem Ballast füllen möchte, wo es doch auch an der Westküste so nette und reiche Männer gibt. Da ist es für Elle natürlich schwierig, mit ihrem pinkfarbenen Prada-Outfit Punkte bei den neuen Mitstudenten zu machen. Zumal Warner sich bereits eine Zicke geangelt hat, die seinem später zu verbreitenden Renomee besser entspricht.

Aber, wie gesagt: Elle ist auch sehr zielstrebig...!


Was zu sagen wäre

Blondinen sind dumm wie Brot und halten die VOGUE für die investigative Zeitung schlechthin --eine FAZ hat ja nicht mal Farbfotos. Zum Glück ist dieses Klische nicht totzukriegen und zum Glück gibt es jetzt den Film dazu.

"Geht eine Blondine an die Uni..." lautet der kürzeste Witz der Menschheitsgeschichte. Schon ein bisschen paradox, dass ausgerechnet der jetzt auf 96 Minuten für's Kino gedehnt wird. Die Blondine heißt "Elle" --wie das Hochglanzmagazin. Sie trägt kreischfarbene teure Hip-Klamotten --selbst ihre Chihauahaua-Töle trägt einen pinkfarbenen Ledermantel. Und gerade hat ihr langjähriger Lover sie sitzen lassen --der geht nämlich an die Edel-Uni Harvard. Der Schnösel-Lover begründet, als künftiger Politiker brauche er mehr eine Jackie Kennedy, weniger eine Marilyn Monroe. Die blonde Elle fällt einen glasklaren Entschluss "Ich gehe nach Harvard!" ...um ihren Schnösel zurückzugewinnen.

Die ersten Misserfolge im düsterfarbigen Harvard folgen auf dem Fuße, aber bald und mithilfe eines ebenso begeisterten wie hinterhältig lechzenden Professors und der Freundin aus dem Schönheitssalon legt die Blondine so richtig los, paukt eine des Gattenmordes Verdächtigte Aerobic-Lehrerin aus dem Knast, weil Elle die Einzige unter der grauen anwaltlichen Anzugschar ist, die mit den Problemen moderner Haarpflege bewandert ist.

Ihr Schnösellover verliert am Ende alles --aber der ist ja eben auch nicht Blond. In den USA wurde der Film damit zum Überraschungshit.

Wertung: 3,50 von 6 €uro