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Misery

Plakat Misery

Stephen King-Verfilmung
die der Vorlage nicht nachsteht

Titel Misery
(Misery)
Drehbuch William Goldman
Regie Rob Reiner, USA 1990
Darsteller James Caan, Kathy Bates, Richard Farnsworth, Frances Sternhagen, Lauren Bacall, Graham Jarvis, Jerry Potter, Thomas Brunelle, June Christopher, Julie Payne, Archie Hahn III, Gregory Snegoff, Wendy Bowers u.a.
Genre Thriller
Filmlänge 107 Minuten

Inhalt

Paul Sheldon, Erfolgsschriftsteller hat seinen neuen Roman beendet --wie immer in der Einsamkeit der Berge. Auf der Rückfahrt hat er einen schweren Autounfall.

Ohnmächtig liegt er im Autowrack. Aber er hat Glück: eine Krankenschwester, Annie Wilkes, hat den Unfall gesehen. Sie rettet Sheldon, bringt ihn in ihr Haus und pflegt ihn, so gut es geht, gesund --Sheldons Beine sind völlig zertrümmert.

Als Dank für die Hilfe darf Annie Pauls neues Manuskript lesen. Annie ist nämlich Pauls größter Fan, liebt vor allem die Romanserie um "Misery Chestain". Paul, ihrer überdrüssig, hatte Misery in seinem letzten Roman, der dieser Tage auf den Markt kommt, sterben lassen.

Annie kauft den Roman. Liest mit Tränen in den Augen. Und dann stirbt Misery. Ihre Misery. Paul hat sie umgebracht. Annie dreht durch: Sie zwingt den wehrlosen Paul, Misery in einem neuen Roman wieder auferstehen zu lassen. Sie zwingt ihn sehr nachdrücklich...


Was zu sagen wäre

Uff! Den Film habe ich nur einmal im Kino ausgehalten --die Presevorführung war just an dem Vormittag, an dem Kathy Bates wenige Stunden vorher den OSCAR für die Rolle der Annie Wilkes bekommen hatte. Auf Video habe ich immer bei der "Hobbel"-Szene auf STOP gedrückt und lieber was anderes geguckt.

Rob Reiner hat diese Szene aus Kings Romanvorlage abgewandelt, meinte, Annies Beil-Attacke würde der Figur im Film nicht gerecht, strich das Beil und nahm einen Vorschlaghammer. Drehbuchautor William Goldman war erst nicht begeistert, hatte das Drehbuch überhaupt nur geschrieben, weil die Szene mit dem Beil ihn so fasziniert hatte.

"Misery" gehört zu den ganz wenigen King-Verfilmungen, die ich gelungen nenne. James Caan, der den Teenagern der Siebziger Jahre als Sonny Corleone ein Begriff war, ältester Sohn des Paten, und später als harter Kerl, der über Leichen geht, gibt eine gnadenlos gute Vorstellung eines Mannes, der absolut wehrlos ist.

Aber die Krönung ist Kathy Bates als Annie, in die ich seit dieser Rolle verliebt bin. Was für ein Klasse-Weib! ... nun, vielleicht nicht als Annie.

Wertung: 6 von 6 €uro