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InhaltNeo erwacht in einer strahlend weißen U-Bahn-Station. Ein indisches Mädchen, das dort mit seinen Eltern wartet, hat ihn geweckt. Die Inder sind Programme, die gelöscht werden sollen und einen Pakt mit dem Merowinger geschlossen haben - um das Mädchen zu retten. Neo ist im Limbo, zwischen der Welt Zions und der Welt in der Matrix. Trinity bewacht den im Koma liegenden Neo. Morpheus muss mit der Erkenntnis fertig werden, dass der Eine, auf den er seinen Glauben, sein gesamten Leben gesetzt hat, auch nur ein weiterer Kontrollmechanismus ist, den sich die Architekten der Matrix ausgedacht haben. Trinity und Morpheus "überreden" schließlich den Merowinger, Neo frei zu geben. Die Zeit eilt. In weniger als 20 Stunden greifen die Wächter Zion. Bis dahin muss den wenigen Menschen irgend etwas eingefallen sein, wie sie überleben können. Neo, mittlerweile aus der Zwischenwelt befreit, reist mit Trinity ins Herz der Maschinenwelt. Er trifft auf einen alten Bekannten: Agent Smith, der in der Zwischenzeit so mächtig geworden ist, dass auch die Maschinen ihn nicht mehr kontrollieren können. Und also trifft Neo auch auf den Deus ex Machina, der sich Rettung vom menschlichen Erlöser erhofft... Was zu sagen wäreAm Ende haben sie die Philosophiererei gelassen. "Shit", schimpft Neo, wenn es unerwartet wird. "Shit" flucht Trinity, wenn es unübersichtlich zu werden droht. "Das ist ein Scheißhaufen", sentenzt ein Schiffs-Captain als One-Liner mitten in die Action. Action gibt es ordentlich. Man muss nur die ersten sechzig Minuten wach überstehen, in denen wieder ordentlich gebrabbelt wird. Von der Geschwätzigkeit des zweiten Teils ist dieser nur insofern gelöst, weil in Teil III zuerst geschwätzt wird, und dann - nahezu ununterbrochen - gekämpft und ge(Helden)storben. Wenn Trinity stirbt, dann gibt es keine famous last words - dann gibt es einen ganzen Roman. In der Zeit zwischen Reloaded und den Revolutions haben wir uns daran gewöhnen können, dass der Irrwitz der verschiedenen Realitätsebenen aus Teil I keine Rolle mehr spielt. Es geht nur noch um eine Revoluzzer-gegen-Übermacht-Story in fantsatischem Ambiente. Abgesehen von der Geschwätzigkeit, die - je länger das dauert - als hohles Geschwätz enttarnt wird, ist es ein ordentliches Action-Comic, das Reloaded locker übertrifft. Statt einer zugepixelten Highway-Jagd greifen die Wächter an, von den SFX-Experten als großes Oper inszeniert - auf der großen Leinwand ein Ballet mörderischer Eleganz zwischen Mensch und Maschine. Optisch mitreißend, inhaltlich so überschaubar wie viele andere Filme zuvor. Die Schiffsjagd durch enge Versorgungsschächte mit Niobe am Ruder sind ein netter Höhepunkt in der zweiten Hälfte. Wenn der zum Super-Pixel mutierte Agent Smith Neo am Ende in einer Regenschlacht endlich besiegt hat, platzen Smith und seine Milliarden Doppelgänger in strahlendem Licht auseinander. Man weiß nicht warum, das wird auch nicht erklärt, aber es gibt dadurch ein paar hübsche Effekte. Sogar die "Maschine" wird zum Schluss noch personalisiert und spricht mit versöhnlichem Brummbass Erlösendes, dass dem fehlenden Sinn fürs Große und Ganze auch nichts Neues mehr hinzufügt. Dazu gibt es an Gregorianische Gesänge mahnende Choräle, dass es einem sanft den Rücken massiert. Die Bewohner Zions geben immer noch keinen Grund, warum wir das Leben in der Matrix dem in Zion nicht vorziehen sollten. Das Orakel hat ein neues Gesicht. Warum, das wird nicht erklärt; immerhin, es wird im Dialog thematisiert. Es heißt, das Videogame "Enter the Matrix" würde ein Erklärung liefern. Damit wird die Brücke ins multimediale Zeitalter geschlagen, wo ich Kinokarte, Videogame und DVD kaufen muss, um die Geschichte zu verstehen. Ich komme vom Kino. Ich bleibe beim Kino. Wenn das Drehbuch via Leinwand keinen Sinn mehr gibt, ist der Film schlecht. Die Trilogie
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