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Inhalt250.000 Wächter bohren sich ins Erdinnere. Ihr Ziel: Zion, die letzte Zuflucht der Menschen - jener, welche überlebt haben oder gerettet wurden von jenen, die "wissen". Die Bewohner Zions rüsten zum entscheidenden Kampf. Aber es gibt unterschiedliche Ansichten. Da ist Morpheus, Captain der stolzen Nebukadnezar, der an die Prophezeihung glaubt und an den Auserwählten, der Neo sein soll, der in seinem Gefolge ist. Und da sind die anderen, die ihr Leben keinem unbestätigtem Glauben anvertrauen wollen. Und da ist Neo, den Albträume vom Tod seiner geliebten Trinity plagen. Der Besatzung der Nebukadnezar bleibt nichts anderes übrig, als sich wieder einzuklinken und das "Orakel" zu befragen. Die Antworten sind rätselhaft und erschreckend, aber offenbar eine neue Realität... Was zu sagen wäreWas für ein mittelmäßiges, auch die einfachsten Erwartungen nicht befriedigendes Stück Film ist das?? Monica Belluci, die die sinnliche Persephone gibt, bringt es auf den Punkt: "Geschwätzig!". Es wird unglaublich viel geschwafelt in "Reloaded". Das ist nötig, um der verfillmten Wirrnis einen Sinn zu geben; aber spätestens, als der "Architekt", der nach eigenen Angaben die Matrix erschaffen hat, einen fünfminütigen Monolog hält über eben die Matrix, die Bedeutung Neos und wie das alles - angeblich - zusammenhängt, wird klar: Die Wachowskis mögen einen Faden haben, aber knüpfen können sie ihn nicht mehr - zu viel Energie muss drauf gegangen sein auf die ganzen Spin Offs wie Computer-Game und Kurzfilmchen, die es als DVD für teuer Geld zu kaufen gibt. Beim Architekten bin ich ausgestiegen, habe auf die Uhr geguckt und gehofft, dass sie bald wieder kämpfen. Befriedigend war das nicht. Nun mag es sein, dass sich das alles wieder dreht, wenn im November der dritte und letzte Teil anläuft -Reloaded hört mittendrin auf - mag sein, dass dann alles einen Sinn ergibt, den man als Zuschauer auch nachvollziehen kann. Aber so...? Die Wachowski-Brüder haben das Geheimnis, mit dem einen der erste Teil entließ, vergewaltigt: jetzt ballern sie alles auf den Tisch und zeigen damit eine Zukunft, eine Gesellschaft, vor der ich sofort in die Vorspiegelungen falscher Eindrüke durch die Matrix fliehen würde. Auch die Effekte und Kämpfe gehen auf die Nerven. Eigentlich wissen wir seit Teil 1, was der Computer kann, jetzt kann er halt mehrere Kämpfer zusammen mischen und Hugo Weavings Gesicht ("Agent Smith") so oft verfielfachen, das Neo von einer ganzen Horde Smiths angegriffen wird. Eine Szene leider, die im Fernsehen in den Wochen vor Filmstart rauf und runter gezeigt wurde *gähn*. Die hoch gepriesene 15-Minuten-Jagd über den Freeway: Ganz okay, kann aber mit Krachern wie der Jagd aus John Frankenheimers Ronin nicht mit halten. Bin ich vielleicht plötzlich zu alt fürs Kino? Action nur aus dem Compuer macht einfach keinen Spaß, weil ich eh weiß, dass da alles geht. Schön: Da saust die Kamera unter fahrenden Trucks durch und hängt dem Motorrad am Hinterreifen, welches zischenden Kugeln ausweicht. Na und? Wenn ich mit "Photoshop" Keanu Reeves eine lange Nase ziehen kann, wird doch ein "Kino-SuperDuper-Photoshop" wohl unter einem LKW herfliegen können... Das atemberaubende fehlt wo nichts real ist. Die menschliche Gesellschaft, die es eigentlich zu erretten gilt erweist sich als machtgierige Horde von eifersüchtigen Offizieren, schwafelnden Senatoren und langhaarigen Hippies, die unter Einfluss von Extacy oder Crack den Tanz ums Goldene Kalb zelebrieren. Au weia!!! Da möchte ich doch den Wächtern fast die Daumen drücken, dass sie es rechtzeitig schaffen, bevor Neo eine seiner Superman-Tricks anwendet. Das tut er im Film regelmäßig - wohl um daran zu erinnern, dass der erste Film hier einen großen Teil seines Reizes herbekam. Ansonsten gibt es nun plötzlich fehl programmierte Programme, die sich gegen ihre Löschung durch die Matrix wehren und so - zum Beispiel - zum Orakel werden, die glauben, dass Mensch und Maschine nur gemeinsam die Zukunft erreichen können. Und Laurence Fishburne ist ganz schön fett geworden in der kargen Welt Zions. Dafür wird ihm eine Ex-Freundin zur Seite gestellt, die jetzt mit seinem Oberkommandierenden Konkurrenten liiert ist - aber auch wieder nicht. Das ist ein über Strecken wirklich nerviger Film. Die Trilogie
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