Filminfo:
L: Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen
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Außergewöhnlich flach
und schlecht gepixelt
| Titel |
Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen (The League of extraordinary Gentlemen) |
| Drehbuch |
James Dale Robinson nach den Comicbüchern von Alan Moore, Kevin O'Neill |
| Regie |
Stephen Norrington, USA 2003 |
| Darsteller |
Sean Connery, Shane West, Stuart Townsend, Peta Wilson, Naseeruddin Shah, Tony Curran, Jason Flemyng, Richard Roxburgh u.a. |
| Genre |
Action / Abenteuer |
| Filmlänge |
110 Minuten |
Inhalt
Wir schreiben das Jahr 1899. Ein Jahrhundert geht zu Ende. Die Industrialisierung bricht sich Bahn. Ganz neuartige Waffen tauchen auf.
Allan Quatermain, der größte Abenteurer der Welt, führt eine Liga unnachahmlicher Helden an: Sie besteht aus Captain Nemo, der Vampirsbraut Mina Harker, einem Unsichtbaren namens Rodney Skinner, dem Agenten Sawyer, dem unsterblichen Dorian Gray und Dr. Jekyll / Mr.Hyde.
Diese Liga der außergewöhnlichen Gentlemen soll im Auftrag des britischen Secret Service’ das Phantom stoppen, das die Welt mit einem Krieg überziehen und danach die Macht an sich reißen will.
Der Kampf beginnt in Venedig. Die erhabene Nautilus, das Unterwasserschiff Captain Nemos, bringt sie dorthin. Hier will das Phantom den Weltgipfel der führenden Politiker sabotieren, will die Stadt zum Einsturz bringen.
Der Liga bleiben 96 Stunden, um die Welt zu retten. Sofern sie den Verräter in den eigenen Reihen rechtzeitig finden und dingfest machen...
Was zu sagen wäre
Außergewöhnlicher Eskapismus. Wäre ich 12 Jahre alt, fände ich den Film wohl vorbehaltlos gut. Spannend. Aufregend. Tolle Tricks.
Ich bin aber nicht 12 Jahre alt. Spannend ist der Film nicht. Das einzige Geheimnis, das er hätte (die Identität des Phantoms), offenbart er nach der Hälfte des Films. Die Motivation des Bösen ist von sehr weit her gestrickt.
Aufregend ist der Film höchstens, weil er aufregt. Mr. Norrington scheint im Schneideraum Wert darauf gelegt zu haben, alles einfach irgendwie aneinander zu pappen, damit es zum Drehbuch passt, dass keine Geschichte erzählt, aber fordert, dass dauernd irgendwo irgendwas zusammen kracht.
Tolle Tricks gibt es in Terminator 3, aber nicht hier. Die imposante Nautilus, die elegant durch die Meere pflügt und in Venedig schließlich in den Kanälen stecken bleibt, ist so offensichtlich vom Computer einmontiert Wassereffekte und Computer gehen erkennbarer weise noch immer nicht dass ich mich auch nicht an der Illusion „in ein paar Jahren sieht es dann perfekt aus“ erfreuen kann. Wenn halb Venedig ein Opfer des Phantoms wird und zusammen fällt, frage ich mich lediglich, wann es denn wohl weiter geht.
Und wenn es dann weiter geht, geht wieder nichts voran.
Ich hoffe, dass dieser Pixel-Eskapismus, der seit einiger Zeit die Leinwände füllt, nun bald vorbei ist.
Aber, unabhängig von der geschluderten Tricktechnik: Das Design des Films ist überbordend und exzentrisch very british und durchaus passend für einen Film, der auf einer graphic novel basiert.
Und die Nautilus ist wirklich imposant.
Wertung: 3 von 6 €uro
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