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InhaltFünf Jahre liegt die Blondine, die man nur "die Braut" nennt, im Koma. Als sie aus ihrer Bewusstlosigkeit erwacht, kennt sie lediglich ein Ziel: Rache. Rache an denen, die beinahe ihren Tod verantwortet hätten. Rache an ihren einstigen Freundinnen und Weggefährtinnnen, die sie mit einer Kugel im Kopf einfach liegen ließen. Rache an ihrem ehemaligen Ausbilder und Chef Bill, der sie einstmals liebte und den Auftrag für den Mord an ihr gab. Angetrieben von ihrer Wut bereitet die Braut einen Rachefeldzug vor, in dem es keine Gnade für diejenigen gibt, die sie verraten haben. Doch die Braut ahnt nicht, dass auf dem Weg eine Reihe von schmerzlichen Überraschungen auf sie warten...
Was zu sagen wäre
Und selbstverständlich haben sie alle Recht, die Feuilletons und Kritiker im Alten Europa. Schon heute ist klar, dass bald irgendein Teenager-Geisteszwerg angeben wird, nachdem er irgendwo in der Welt ein paar Leute ermordet hat, er habe nur sehen wollen, ob das Blut wirklich so Fontänen bildet, wie in dem Film da. Und dann wird sie wieder heiß laufen, die Empör- und Wir-müssen-die-Gesetze-ändern-Maschinerie. Gemach: Der Film ist ab 18 Jahre freigegeben. Mithin also für Leute, die auch wählen und also mit über das Schicksal unseres Landes entscheiden dürfen. Dass dazu auch mancher 30-Jähriger intellektuell nicht in der Lage ist, Intelligenz also nur wenig mit dem Alter zu tun hat, steht auf einem anderen Papier. Tarantino schafft es mühelos, seiner simplen Rachestory durch Aufbau, Schnitt, Musikeinsatz, Kampfchoreografie und Uma Thurman Nägelkau-Qualitäten großer Klassiker zu geben. Da geht ein kleiner Dank an die Produzenten von MIRAMAX, Bob und Harvey Weinstein, die Tarantino nicht durch die Scorsese-Mühle drehten (Der große Martin musste sein Epos Gangs of New York Kino-kompatibel kürzen), sondern kurzerhand entschieden, Tarantino solle sein Werk ungeschnitten, aber in zwei Teilen in die Kinos bringen. Liegt vielleicht daran, dass es MIRAMAX ohne den Erfolg von Tarantinos Erstling Pulp Fiction schon längst nicht mehr gegeben hätte. Interessant: Immer, wenn in den 90er Jahren über Gewalt im Kino geschimpft wurde, war Tarantino beteiligt, als Autor oder als Regisseur. Die Filme - True Romance (Autor), Natural Born Killers (Autor), From Dusk till Dawn (Autor/Darsteller), Pulp Fiction (Autor/Regisseur), Reservoir Dogs (Autor/Regisseur) - waren an der Kasse unterschiedlich erfolgreich, sie liefern das Film-Fundament für eine ganze Generation von Kinogängern, die in der Zeit Teenager waren, aber man könnte nicht behaupten, dass die Blutbäder in der Welt - angerichtet von ausgetickten jungen Leuten - in dieser Zeit signifikant zugenommen hätten, seit Quentin Tarantino seinen Platz hinter der Verkaufstheke einer Videothek gegen den Regiestuhl eingetauscht hat. Die KillBillVolumes Wertung: 6 von 6 €uro |