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Das Kartell

Plakat Das Kartell

ein White House Thriller
nach Tom Clancy mit Top-Besetzung

Titel Das Kartell
(Clear & present danger)
Drehbuch Donald Stewart, Steven Zaillian, John Milius nach einem Roman von Tom Clancy
Regie Phillip Noyce, USA 1994
Darsteller Harrison Ford, Willem Dafoe, Anne Archer, Joaquim de Almeida, Henry Czerny, Harris Yulin, Donald Moffat, Miguel Sandoval, Benjamin Bratt, Raymond Cruz, Dean Jones, Thora Birch, Ann Magnuson, Hope Lange, Tom Tammi, Tim Grimm, Belita Moreno, James Earl Jones, Jorge Luke, Jaime Gomez, Jared Chandler, Greg Germann, Ellen Geer, Ted Raimi, Vondie Curtis-Hall u.a.
Genre Thriller
Filmlänge 139 Minuten

Inhalt

Ein enger Freund des US-Präsidenten wird ermordet. Jack Ryan, CIA-Analytiker, findet heraus, dass der Mann unter dem Vorwand einer Supermarktkette Geld für das kolumbianische Drogenkartell gewaschen hat.

Der Präsident will den Tod seines Freundes rächen. Seinem Sicherheitsberater gegenüber erklärt er das kolumbianische Drogengeschäft zur "klaren, eindeutigen Gefahr" für die Vereinigten Staaten. Mehr muss er nicht sagen, sein Sicherheitsberater hat den Wink auch so verstanden --eine "klare, eindeutige Gefahr" heißt, der Präsident darf den Einsatz von Waffen befehlen. In einer geheimen Operation stellt er über CIA-Vize Ritter eine Elite-Einheit zusammen, die bei den Drogenbossen ordentlich aufräumen soll. Leiter vor Ort ist der erfahrene John Clark.

Ein Schattenkrieg im Hinterhof der USA beginnt, von dem die Öffentlichkeit nichts ahnt. Denn so ganz "klar und eindeutig" ist die Gefahr nun auch nicht. Deshalb hat der Präsident auch nichts ausdrücklich befohlen und schon gar nicht Senat und Repräsentantenhaus informiert.

In dieser Situation fällt Admiral James Greer aus, Ryans väterlicher Freund und Vorgesetzter. Greer leidet unheilbar an Krebs. Er setzt Ryan als Vertreter auf seinen Stuhl: "Und halten sie ein Auge auf Ritter. In Washington gibt es nur eine Überlebensregel ... Vertraue niemanden!"

Wöährend Ryan noch versucht, auf dem glatten Parkett der White-House-Diplomatie nicht auszurutschen, steckt er, ohne etwas zu ahnen, mit beiden Beinen mitten in einem unerklärten, illegalen Krieg. Der Berater eines Drogenbarons hat dem Sicherheitsberater im Weißen Haus ein attraktives Angebot gemacht: eine Verschwörung innerhalb des Kartells soll die Machtverteilung zu seinen Gunsten neu ordnen. Die USA sollen sich raushalten und bekommen dafür regelmäßig dicke Fische ins Netz, deren Verurteilung öffentlichkeitswirksam verbreitet werden kann.

Dafür muss Washington lediglich die amerikanischen Elite-Soldaten, die sich im kolumbianischen Urwald verstecken, von der Versorgung abknipsen und den Kolumbianern überlassen.

Admiral Greer stirbt. John Clark tobt. Ritter erklärt ihm, Ryan sei an dem Irrsinn, dem Verlust der Männer schuld. Kurz darauf hält Clark Ryan eine großkalibrige Waffe an den Kopf.

Jack Ryan wird beweisen müssen, dass er unschuldig ist. Und er tut das sehr eindringlich...


Was zu sagen wäre

Der stärkste Film der Ryan-Serie, der seine beste Szene in den Straßen Kolumbiens hat, wo Schergen der Drogenbarone drei gepanzerte Vans des US-Geheimdienstes mit Panzerfäusten zerlegen.

Die Besetzung ist exquisit: Harrison Ford geht mittlerweile in der Rolle des Jack Ryan voll auf, Willem Dafoe als Clark, der knallharte Einsatzprofi der CIA, ist perfekt getroffen und die Beisetzung von Admiral Greer, perfekt mit Jagdszenen auf die amerikanischen Soldaten im Urwald gegen geschnitten, lässt uns Abschied nehmen von James Earl Jones, der Station-Voice von CNN und Originalstimme von Darth Vader.

Harrison Ford verabschiedet sich mit diesem Film schon wieder von der Ryan-Rolle. Tom Clancy, der die Romanvorlage geschrieben hat, freute sich. Ihm war Harrison Ford zu weich.

Wertung: 6 von 6 €uro

Es gibt vier Jack-Ryan-Verfilmungen. Nach "Jagd auf Roter Oktober" übernahm Harrison Ford die Rolle von Alec Baldwin in "Patriot Games" und "Clear and present danger". Clancy war weder mit der ersten, noch mit der zweiten Besetzung zufrieden und warf allen drei Verfilmungen eine zu liberale Grundhaltung vor.

Im Sommer 2001 wurden die Dreharbeiten zu "The sum of all fears" in Kanada abgeschlossen. Nach Alec Baldwin und Harrison Ford sehen wir jetzt Ben Affleck in der Rolle des CIA-Mannes Jack Ryan.

Sollten weitere Ryan-Romane verfilmt werden, könnte sich Affleck schnell als Fehlbesetzung herausstellen, da Jack Ryan am Ende des folgenden Buches, "Ehrenschuld", seine CIA-Karriere abgeschlossen hat und erst Sicherheitsberater, dann Vize-- und ganz am Ende durch eine Giga-Katastrophe US-Präsident wird. Benn Affleck als Präsident der Vereinigten Staaten? Harrison Ford hat seine kinopräsidiale Tauglichkeit immerhin in "Air Force One" bewiesen.


Die Jack Ryan Filme:

  1. Jagd auf Roter Oktober (USA 1989)
  2. Die Stunde der Patrioten (USA 1992)
  3. Das Kartell (USA 1994)
  4. Der Anschlag (USA 2002)