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InhaltRussland 1961: Die K 19 ist das erste mit Nuklearraketen und ebensolchem Antrieb bestückte U-Boot der russischen Flotte. Erste Testläufe ergeben: es hakt an allen Ecken, die Technik präsentiert mehr technischen Wunsch als professionelle Wirklichkeit, es hapert sogar an einfachen, funktionierenden Sicherungen. Kapitän Polenin hat die Folgen zu tragen: Ihm wird Kapitän Vostrikov vor die Nase gesetzt, ein ehrgeiziger, linientreuer Starrkopf, der das offiziell fertige Boot in die Tiefe jagen und zum Stolz der Marine machen soll. Polenin bleibt als erster Offizier an Bord. Schon im Vorfeld der ersten Fahrt sind zehn Soldaten durch K 19 zu Tode gekommen, der letzte in dieser Reihe war der Schiffsarzt, dem die falschen Medikamente geliefert wurden - er wird durch einen Doktor ohne Schiffserfahrung ersetzt. Vostrikov fährt einen knallharten Kurs und treibt Crew und das eben nicht fertige Boot an die Grenzen der Belastbarkeit. Die Folge: Ein Leck im Kühlsystem des Reaktors macht die K-19 zur Zeitbombe. Gelingt nicht innerhalb von Stunden eine Reparatur, droht eine nukleare Katastrophe. Gefolgt von Weltkrieg III, weil das Boot vor der amerikanischen Küste zu detonieren droht. Die einzige Rettungsmöglichkeit führt die Besatzung direkt ins nukleare Zentrum der K 19 - ohne taugliche Schutzanzüge...
Was zu sagen wäreHarrison Ford als Starrkopf Vostrikov macht eine gute Figur. Liam Neeson als Polenin ebenso. Überhaupt ist der erwartet durchschnittliche U-Boot-Thriller mit den beliebten Genrethemen Klaustrophobie, Wassereinbruch und stressigem Kompetenzgerangel alles andere als das. Kathryn Bigelow, ehemals mit versiert gemachten Actionthrillern unterwegs, nimmt sich das Stück als Drama vor, in dem die oben genannten Zutaten zwar nicht fehlen, aber dann auch nur eine Nebenrolle spielen. Ein spannendes Suspense-Drama unter Wasser, mit einigen Längen und Nebenrollen, die schnell in Opfer und Überlebende unterscheidbar sind, an dessen Ende nicht das patriotisch wehende US-Banner steht, sondern ein Wodka der Überlebenden über dem Grab der Opfer. Ein interessantes Experiment als Filmdebüt des National Geografic Verlages. Ein amerikanischer Militärfilm über Russland - noch dazu beruhend auf einer wahren Begebenheit - in dem zwar die russische Bürokratie und Admiralität gewohnt schlecht wegkommt, nicht aber der russische Soldat an sich. Hat es lange nicht gegeben. Die Jagd auf Roter Oktober war da weniger realistisch. Wertung: 4,50 von 6 €uro |