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InhaltMarko Ramius, ranghoher sowjetischer Marine-Kapitän ist der Politik seiner Regierung überdrüssig --er will in den Westen überlaufen. Er schart eine Gruppe getreuer Offiziere um sich und nutzt sein Kommando bei der Jungfernfahrt des Atom getriebenen U-Bootes mit ballisitischen Lenkwaffen "Roter Oktober" --das modernste Unterseeboot der Welt. Dieses U-Boot kann sich völlig lautlos unter Wasser bewegen. Die gesamte sowjetische Marine setzt sich in Bewegung, um Ramius aufzuhalten. Die scheinbare Mobilmachung versetzt Washington in erhöhte Alarmbereitschaft. Der junge CIA-Analytiker Jack Ryan kennt den Kapitän Ramius aufgrund eines Dossiers, das er über ihn zusammengestellt hat. Er ist überzeugt, in Ramius' psychologischem Profil herauszulesen, dass der Mann überlaufen will. Der Sicherheitsberater des US-Präsidenten gibt Ryan 72 Stunden, seine riskante Theorie zu beweisen. Wie soll er das tun? Er kann Ramius ja schlecht anrufen. Gleichzeitig hat das US-U-Boot DALLAS die "Roter Oktober" geortet. Sonaroffizier Seaman Ronald "Jonesy" Jones hat den lautlosen Antrieb, die sogenannte Raupe, akustisch isolieren können. Da erhält Captain Mancuso den Befehl, aufzutauchen und in stürmischer See einen jungen CIA-Mann, Ryan, an Bord zu nehmen...
Was zu sagen wäreEin Spaß-Film. Sean Connery als von seiner Regierung enttäuschter Kapitän Ramius mit eisgrauem Bart und ebensolchen, kurzen Haaren ist eine ideale Besetzung, ebenso Alec Baldwin als der junge Jack Ryan. Auch Coutney B. Vance in der Rolle des super gescheiten Seaman Ronald "Jonesy" Jones gefällt mir gut, der mit einer Leidenschaft für Opern und deren Tenöre in die Geschichte eingeführt wird. Scott Glen als skeptischer DALLAS-Kommandant Bartholemew "Bart" Mancuso rundet den Cast ab. Tom Clancy, Autor der Romanvorlage, war der Film zu liberal dem sowjetischen Reich des Bösen gegenüber eingestellt. Ich kann seine Meinung nicht teilen. Der russische Botschafter (Joss Ackland) muss ein peinliches Geständnis nach dem anderen machen und Clancys geliebte Heimat präsentiert sich als besonnene Großmacht, die nicht aus der Hüfte schießt, sondern seinen jungen Kräften eine Chance gibt. Eine schöne Dialogzeile hat in diesem Zusammenhang Richard Jordan als Sicherheitsberater Jeffrey Pelt: "Sehen Sie, ich bin Politiker. Was bedeutet, wenn ich kleinen Kindern keine Bonbons schenke, nehme ich ihnen ihren Luftballon weg. Das bedeutet aber auch, dass ich mir meine Optionen offen halte." James Earl Jones, die Station-Voice von CNN und die Originalstimme von Darth Vader spielt CIA-Admiral James Greer, der --wie immer-- zu wenig Szenen hat. Regisseur John McTiernan ("Stirb Langsam") ließ die meisten U-Boote nur über den Computer fahren. Seine Pixeltüftler bauten in den dunkelblauen Hintergrund digital einige Luftbläschen ein, die dem Realismus der Szene erstaunlich förderlich waren. Die Szene, in der die DALLAS in einer mächtigen Welle aus dem Wasser schießt, wurde oft übernommen und stammt ursprünglich --so viel ich weiß-- tatsächlich aus den Bildarchiven der NAVY. Wertung: 6 von 6 €uro Es gibt vier Jack-Ryan-Verfilmungen. Nach "Roter Oktober" übernahm Harrison Ford die Rolle von Alec Baldwin in "Patriot Games" und "Clear and present danger". Clancy war weder mit der ersten, noch mit der zweiten Besetzung zufrieden und warf allen drei Verfilmungen eine zu liberale Grundhaltung vor. Im Sommer 2001 wurden die Dreharbeiten zu "The sum of all fears" in Kanada abgeschlossen. Nach Alec Baldwin und Harrison Ford sehen wir jetzt Ben Affleck in der Rolle des CIA-Mannes Jack Ryan. Sollten weitere Ryan-Romane verfilmt werden, könnte sich Affleck schnell als Fehlbesetzung herausstellen, da Jack Ryan am Ende des folgenden Buches, "Ehrenschuld", seine CIA-Karriere abgeschlossen hat und erst Sicherheitsberater, dann Vize-- und ganz am Ende durch eine Giga-Katastrophe US-Präsident wird. Benn Affleck als Präsident der Vereinigten Staaten? Harrison Ford hat seine kinopräsidiale Tauglichkeit immerhin in "Air Force One" bewiesen.
Die Jack Ryan Filme: Jagd auf Roter Oktober (USA 1989) Die Stunde der Patrioten (USA 1992) Das Kartell (USA 1994) Der Anschlag (USA 2002) |