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Inhalt
"Angst und Schrecken verreiten" heißt, deutsche Soldaten brutal hinzumetzeln. Dazu werden Schädel mit Baseballschlägern eingeschlagen, Hakenkreuze in die Stirn geschnitzt und andere Lustbarkeiten veranstaltet, die bis in des entsetzten "Führers" Ohr dringen. Unter britischem Kommando lassen sie sich für ein Himmelfahrtskommando einspannen, führende Nazis bei einer Filmpremiere in einem Pariser Kino zu töten. Die Betreiberin des Kinos, die junge Jüdin Shosanna Dreyfuss, hat eigene Pläne für den Abend: Vor Jahren ist sie eher zufällig verschont worden, als der als "Judenjäger" berüchtigte Oberst Hans Landa ihre Familie massakrierte. Jetzt will sie Rache...
Was zu sagen wäre
Es reicht nicht, irgendeinen B-Schinken aus den 70er Jahren zu kopieren, die Bilder brutaler zu gestalten und dann die berühmten Tarantion-Dialoge einzubauen. Das ging bei "Pulp Fiction", das ging auch noch bei Kill Bill. Beide Filme hatten starke Charaktere, eine eigene, in sich geschlossene Storyline. Und zeitlose Dialoge. Der berühmte Cheeseburger-Royal-Dialog von TRavolta und Jackson in "Pulp Fiction" ist auch in 20 Jahren noch gut. Apropos schön anzuschauen: Es ist nicht so, dass der Film nicht unterhält. Neben den beklagten Ausfällen sind die Dialoge gewohnt witzig, geschliffen und komisch. Auch ist es die helle Freude, die erste Sahne der deutschen Schauspieler mal außerhalb deutscher Fernsehspiel-Regie unter hochprofessioneller Leitung beim Spiel zuzugucken: Christoph Waltz ist brillant, August Diehl fantastisch und selbst Til Schweiger kann seiner Kunst, mit nur einem Gesichtsausdruck Karriere gemacht zu haben, neue Qualitäten hinzufügen. Aber reicht all das für einen ganzen Film? Dass Inglourious Basterds politisch ebenso unkorrekt ist wie historisch, muss nicht stören. Und dass Adolf Hitler in diesem Kino (!!!) am Ende umkommt, ist auch nicht verkehrt. Aber muss sein Kopf zu Brei geschossen werden? Muss irgend jemandes Kopf heutzutage zu Brei geschossen/geschlagen werden, um noch Aufmerksamkeit auf der Leinwand zu erzielen? Hier passiert das mehrfach. Tarantino setzt auf zu viel Effekt und auf zu wenig Story. Auf einen Spannungsbogen hat er gleich ganz verzichtet Wertung: 3 von 6 €uro |