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InhaltGroßbaustelle in London. Bei Erdaushub-Arbeiten wird etwas erweckt, das die Menschheit nur in Sagen und Mythen beheimatet glaubte: Ein feuerspeiender Drache entkommt seiner Höhle. Schon wenige Wochen später gibt es Tausende der Wesen, die Heuschrecken artig über das Land herfallen. Bald ist die Erdkugel nur noch wenig mehr, als ein grauer Aschehaufen... Zwölf Jahre später. Die wenigen Menschen, die übrig blieben, haben sich in Festungen verschanzt. Ihr Anführer heißt Quinn. Er war es, der als erster den Drachen fand, damals vor zwölf Jahren, als er ein kleiner Junge war. Er predigt Frieden und "Versteck-Dich-vor-den-Drachen-und-harre-besserer-Zeiten". Eine Gegenwehr gegen die zahllosen Monster scheint nicht möglich. Dann rumpeln Panzer am Horizont. Eine Rotte bewaffneter Amerikaner entsteigt LKW und Hubschraubern und erlegt einen Drachen. Ihr Chef ist Van Zan, ein glatzköpfiger Haudegen, der den einen Drachen sucht, den entscheidenden, den einzig männlichen, der die Eier der anderen - weiblichen - befruchtet und also die Vermehrung steuert. Der eine Drache haust in London. Immer noch. Quinn kennt ihn gut! Im zerstörten London treten sie an zum letzten Gefecht der Menschheit: Quinn, Van Zan und die Pilotin Alex gegen die Mutter aller Drachen...
Was zu sagen wäreErwartung erfüllt! Die Erwartung war "Monster-Movie als Trash-Event"! So eine Art "Godzilla". Wer mit Mythologien befrachtet in "Reign of fire" geht, hat schon verloren - bloß nicht! Dem Drehbuch fehlt jegliche Dramaturgie: Die Charaktere sind blass. Christian Bale als Quinn ist auf Dauer nervtötend mit seinem ängstlichen Pazifismus, der sich nicht erklärt; zumal Quinn als Junge bereits die Kerle-Sprache der Marke "obercoole Oneliner" beherrscht, also den perfekten Kämpfer abgeben müsste. Den aber gibt Matthew McConaughey mit Van Zan als hyperventilierende Charge, der zuzuschauen wenigstens Spaß macht - unter den oben vorausgesetzten Bedingungen. Izabella Scorupco bewegt die Gemüter, weil man sich dauernd fragt "Wo habe ich die schon mal gesehen?" und wenn man irgendwann drauf gekommen ist, dass sie das Bond-Girl in "GoldenEye" gegeben hat, tappst auch sie nur mehr sinnfrei durch den Film. Die Drachen sind gut, könnten aber ein paar spektakuläre Auftritte mehr haben - Rob Bowman hat das wohl vermieden, weil er das Augenmerk nicht von der sehr ernst genommenen Fegefeuer-der-Menschheit-Geschichte ablenken wollte. "Reign of fire" eignet sich als Hass-Vehikel auch für alle politically correct Menschen: der eine wichtige Drache ist männlich und die tumben Briten werden von Freiheitssüchtigen und Revolutionsgestählten Amerikanern aus der Drachenscheiße gehauen. Man kann also diesen Film, so ernst er sich präsentiert, nur an die Wand klatschen, wenn man ihn denn selber ernst nimmt! Schon die japanischen Gummi-Godzilla-Filme waren stets mit der warnenden Botschaft der atomaren Bedrohung durchseucht, die ich als gerade mal 10-Jähriger damals zum Glück nicht verstanden habe. Ich hatte einfach meinen Spaß an dem Vieh. Entsprechend "erwartungsfroh" hatte ich meinen Spaß an "Reign of fire" und finde lediglich, dass man an einigen Stellen gut hätte straffen können. Wertung: 5 von 6 €uro |