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Godzilla

Filmplakat: Godzilla

Pixel statt Gummi
macht noch keinen Kult

Titel Godzilla
(Godzilla)
Drehbuch Ted Elliott + Terry Rossio
Regie Roland Emmerich, USA 1998
Darsteller Matthew Broderick, Jean Reno, Hank Azaria, Maria Pitillo u.a.
Genre Monsterkult
Filmlänge 140 Minuten

Inhalt

Französische Atombombentests im Mururoa-Atoll lassen die Erde erzittern. Tausende Meilen entfernt: der Pazifik bebt. Schiffe versinken.

Auf der anderen Seite des Globus: riesige Fußspuren weisen einen Pfad der Verwüstung. Über panamaische Wälder, tahitianische Dörfer, jamaicanische Strände. Der Grund dieser Katastrophen: ein gigantisches Monster bewegt sich auf die dicht besiedelte Insel Manhattan zu. Hinter sich: nichts als Desaster.

Die Bombentests haben das schrecklichste Ungeheuer der Menschheitsgeschichte aus seinem tausendjährigen Schlaf geweckt: "Godzilla"!

Die Zerstörung beginnt.

Der Biologe Nick Tatopoulos, spezialisiert auf radioaktive Deformationen, sucht gemeinsam mit dem Militär nach einer Möglichkeit, das Ungetüm zu zerstören.

Denn normale Artillerie und selbst raketenbestückte Kampfhubschrauber können Godzilla nichts anhaben. Wie lästige Insekten zerquetscht er seine Angreifer, während er mit schwerem Schritt eine Schneise der Verwüstung durch die Metropole zieht.

Während der New Yorker Bürgermeister in Windeseile ganz Manhattan evakuiert, kommt Nick bei der Untersuchung einiger Blutstropfen von Godzilla zu einer schockierenden Erkenntnis: Godzilla war schwanger! Irgendwo in den weitflächigen U-Bahnschächten Manhattans, in die sich die Kreatur immer wieder zurückzieht, müssen seine Eier liegen.

Eine Brut, die den Fortbestand der Menschheit in Frage stellt!

Das Militär will von sowas nichts wissen, sieht einzig die Kreatur, die Haus um Haus abträgt. Also wagt sich mit Nick, dem französischen Versicherungsagenten Roaché, der Reporterin Audrey und dem Kameramann Victor eine kleine Gruppe todesmutiger Einzelkämpfer in den New Yorker Untergrund, um Godzillas Nest aufzuspüren.

Sie werden fündig ... in dem Moment, als die ersten bißwütigen Klein-Godzis schlüpfen...

Was zu sagen wäre

Spätestens, wenn das Monster ein Taxi durch die Straßen New Yorks jagt, der Film damit seinen unstrittigen Höhepunkt erreicht, ist klar: "Godzilla ist tot, es lebe Godzilla!"

Roland Emmerichs Monster hat den Schritt ins digitale Zeitalter getan. Und so zwingend dieser Schritt auch war: Er zeigt auch, dass ein Pixel-Godzilla nicht wirklich funktioniert. Emmerich hat die Sache zu ernst angepackt. Ein wenig Witz hätte dem Ganzen sicher gut getan. Dass die US-Schauspieler so schlecht sind wie ihre japanischen Vorgänger, ist zwar in Ordnung. Aber muss gleich so ein No-Name-Puppengesicht wie Maria Pitillo dem Helden an die Wäsche wollen?

Godzilla - damals - war eine Tyrannosaurus Rex-Dame, die im ewigen Eis eingefroren überlebt hat. 1954 erwachte sie durch Atombombenversuche der Amerikaner und mutierte zu der beliebt-grausigen, riesenhaften Kreatur.

Damals hieß Godzilla noch "Gojira", eine Wortmixtur aus den Begriffen 'Gorilla' und 'Kujira', dem japanischen Wort für Wal. Das grau-grün-braune Grauen stand den Filmemachern als verkörperte Warnung vor der Atombombe und war angelehnt an den amerikanischen King-Kong-Mythos.

Wertung: 5 von 6 €uro

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