Filminfo:
G:
Der Ghostwriter
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Perfekter Thriller
unter perfekter Regie
| Titel |
Der Ghostwriter
(The Ghostwriter) |
| Drehbuch |
Robert Harris + Roman Polanski nach dem Roman von Robert Harris |
| Regie |
Roman Polanski, USA 2010 |
| Darsteller |
Ewan McGregor, Pierce Brosnan, Olivia Williams, Kim Cattrall, Tim Preece, James Belushi, Timothy Hutton, Jon Bernthal, Anna Botting, Tom Wilkinson, Yvonne Tomlinson, Eli Wallach, Milton Welch, Tim Faraday, Alister Mazzotti, Marianne Graffam u.a. |
| Genre |
Thriller |
| Filmlänge |
128 Minuten |
Inhalt
Ein britischer Ghostwriter übernimmt den Job, die Memoiren für den ehemaligen britischen Premierminister Adam Lang zu vollenden.
Adam Lang hatte zwar schon seinen Mitarbeiter Mike McAra als Ghostwriter engagiert, der die Memoiren auch bereits weitgehend erstellt hatte. McAra kam jedoch unter mysteriösen Umständen ums Leben.
Adam Lang ist wegen seiner Rolle im Irakkrieg unter Druck geraten und wurde von dem früheren britischen Außenminister und UN-Beauftragten Richard Rycart angeklagt, Terrorverdächtige entführt und an die CIA ausgeliefert und gefoltert zu haben.
Lang hat sich auf die Insel Martha’s Vineyard zurückgezogen.
Zusammen mit einer kleinen Gefolgschaft, darunter Ehefrau Ruth und seine Assistentin Amelia fühlt er sich im bunkerartigen Ferienhaus eines Mäzens vor einer Auslieferung sicher, da die Vereinigten Staaten von Amerika den Internationalen Strafgerichtshof nicht anerkennen.
Der Ghost stößt bald auf Ungereimtheiten in Langs Leben. Mike McAra scheint nach Aussagen von Inselbewohnern ermordet worden zu sein. Auch Langs Frau Ruth zweifelt an der offiziellen Version der Geschichte. Er entdeckt Hinweise seines Vorgängers und besucht den Mann, den McAra vor seinem Tod besuchen wollte - den emeritierten Professor Emmett, der offenbar mit Lang studiert hat, ohne dass beide sich jedoch gut kannten. Nun wird auch das Leben des Ghosts bedroht.
Als Vorwärtsverteidigung kontaktiert er Richard Rycart, den Kläger, von dem sich der Ghost Aufklärung erwartet, aber letztlich ist es doch ein Satz Emmetts, der den Ghost auf die entscheidende Spur in McAras Manuskript bringt - und seine Leben in Gefahr …
Was zu sagen wäre
Es war ein wenig in Vergessenheit geraten, dass Roman Polanski unter den A-Klasse-Regisseuren eine Sonderstellung ganz oben inne hat. Jetzt weiß man es wieder. Polanski hat das mit dieser Verfilmung des Romans von Thomas Harris aus dem Handgelenk bewiesen. Lange gab es keinen Film mehr, der so perfekt durchstrukturiert ist, so wunderschön fotografiert und so beeindruckend gespielt wurde.
Polanski braucht nur wenige Minuten, da sind alle Figuren auf dem Schachbrett verteilt, die Story umrissen, das Geheimnis gesetzt und der ahnungslose Held im freien Fall.
Das Setting: Superb. Die Drehorte, etwa Sylt als graues, wie ein Hochsicherheitstrakt wirkendes Martha’s Vineyard, oder das elegante, hochtourig durchgestylte Haus, in dem Lang residiert, bieten Schauwerte ohne Ende - "Eyecandy". Der Rhythmus des Filmschnitts variiert das Tempo je nach Stimmungslage. Die Kamera hat sich auf dem Beobachterposten eingerichtet, tritt nicht durch mutwilliges Gewackel als ein handelndes Moment in Erscheinung.
Die Schauspieler geben alles. Allen voran Pierce "Bond" Brosnan, der einen Mann ohne Eigenschaften spielt und den Zuschauer erst Glauben lässt, er, Brosnan, sei in der Rolle des ehemaligen Regierungschefs überfordert. Dass das Gegenteil richtig ist, ist der Twist am Ende des Films.
Ein großer, eleganter, schöner, anziehender, klassischer, zeitloser Thriller.
Wertung: 7 von 7 €uro
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