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Inhalt"Ich wollrte schon immer Friseuse werden! Hab mir als Kind schon die Nase am Friseurschaufenster platt gedrückt. Dit wollt' ick och machen!" Daraufhin will sie gleich gegenüber dieses Friseurladens ihren eigenen Salon eröffnen - gegen den Widerstand der Behörden, Banken und Berater. Um das für die Geschäftseröffnung benötigte Geld zu verdienen, zieht sie mit der ebenfalls arbeitslosen Silke als mobiles Friseurteam durch Seniorenheime, bis eine ihrer Kundinnen unter der Trockenhaube stirbt und die Schwarzarbeit auffliegt. Daraufhin hilft Kathi dem Kleinkriminellen Joe, eine Gruppe von Vietnamesen aus Polen einzuschleusen, die sie anschließend in ihrer Wohnung versteckt. Dabei kommen sich Kathi und der schlanke Vietnamese Tien, der in der DDR studiert hatte, näher. Ihren Friseurladen muss Kathi aufgrund behördlicher Auflagen. Das ist für Kathi aber kein Grund, aufzustecken ...
Was zu sagen wäreSehr schön. Sehr bunt. Die Farbgebung erinnert an Dörries "Paradies", Aber in der "Friseuse" sind die Protagonisten nicht so Zivilisationsgestört. Dieser Film ist ganz im Gegenteil bevölkert mit Optimisten, die nie aufgeben. Egal, wie oft Kathi an verschlossenen Türen, verhärmten Bankbeamten oder schnippischen Friseurhandwerkern abprallt, egal, wie oft die illegalen Vietnamesen abgeschoben werden, egal, wie windig Kleinganove Joe daher kommt - immer stehen alle wieder auf und machen weiter. Irgendwie. Es muss ja. Doris Dörrie hat zum ersten Mal ein nicht von ihr selbst verfasstes Drehbuch verfilmt. Die Autorin Laila Stieler ist durch ihre Zusammenarbeit mit dem Regisseur Andreas Dresen bekannt. Vorbild für Stielers Geschichte war eine Berliner Friseurin, die einige der im Film gezeigten Szenen selbst erlebt hatte. Wertung: 6 von 6 €uro |