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InhaltJack. Ein junger Mann. Ohne Familie. Ohne Freunde. Einsam. Bekanntschaften sucht er in Selbsthilfegruppen für unheilbar Todkranke. In solchen Fällen behauptet er einfach, selbst an einer tödlichen Krankheit zu leiden. Jack ist sein Leben gründlich leid --eine vorprogrammierte Karriere in einer inhaltsleeren Konsumgesellschaft. Bis er Tyler Durden trifft. Die beiden jungen Männer eröffnen einen sehr speziellen Club. In diesem "Fight Club" können junge Männer ihre Frustrationen abbauen. Die Therapie: sie schlagen sich gegenseitig zu Brei. Der Club wird schnell populär --schließlich werden Spielregeln aufgestellt. Eine lautet: "Sprich niemals darüber. Zu niemandem!" Eine weitere lautet, "Kein Fight Club hat mehr als 50 Mitglieder". Bald sind die Clubs im ganzen Land verbreitet. Tyler Durden gerät zum Kult-Star, einem neuen Messias für eine tote Generation. Er beschließt, die Energie und Loyalität seiner Anhänger auf ein neues Ziel zu konzentrieren. Seine Clubs sollen die Gesellschaft revolutionieren. Ein Bombenerfolg --buchstäblich...
Was zu sagen wäreDavid Fincher ("Alien 3", "Sieben", "The Game") bleibt seinem Thema treu: die Menschheit am Ende ihres Weges, die versucht, Religion und Moral neu zu definieren. Im Weltraum beschrieb er eine Gesellschaft selbsternannter Mönche, die auf einem Gefängnis-Planeten strenge Regeln aufgestellt hatten, um ihre mörderischen Triebe zu bändigen. Sein zweites Meisterwerk präsentierte einen Serienkiller, der die Menschheit nach den Regeln der sieben biblischen Todsünden züchtigte und schließlich zeigte er, wie ein Mann, der alles hat, seiner Langeweile durch ein sehr ausgeklügeltes Spiel zu entfliehen gezwungen wird. Und auch in "Fight Club" ist wieder nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Fincher zwingt uns, genmau hinzusehen und zwingt uns damit auch seinen Zynismus auf, dem wir im Film zunehmend verfallen. Wertung: 11 von 11 Mark Die Filme von David Fincher |