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InhaltDie US-Südstaaten 1909: die junge Celie wird von ihrem Stiefvater vergewaltigt. Ihre Kinder werden verkauft, sie selbst an einen jähzornigen schwarzen Farmer verschachert, den sie über Jahre nur mit "Mister" ansprechen darf. Der verhasste Ehemann prügelt ihre heißgeliebte Schwester Nettie aus dem Haus, Celie droht, zu zerbrechen, hält sich nur aufrecht durch einen heimlichen Briefkontakt zu Nettie. Erst Misters Geliebte, die Bluessängerin Shug reißt Celie aus ihrer Lethargie. Sie findet Stärke und Halt, beginnt, ihr Leben vom Kopf auf die Füße zu stellen ...
Was zu sagen wäreSteven Spielbergs erster "ernster" Film - andere nennen das gerne "Spielberg wird erwachsen" - sorgte unter seinen zahllosen Fans für Verwirrung: keine Special Effects, keine rasanten Schneidetischorgien, keine Kindheitsträume, keine Monster ... "Die Farbe Lila" ist eine Literaturverfilmung, die sich mit dem Schicksal der Afroamerikaner nach Ende der Sklaverei befasst. Die Themen der Romanvorlage, zu denen lesbische Liebe, Inzest und patriarchale Gewalt gehören, brachte Spielberg erstmals auch einem Mainstream-Publikum nahe. Der Film war kommerziell durchaus erfolgreich, sorgte jedoch für heftige Kontroversen. Vor allem männliche Farbige warfen Spielberg Rassismus vor, obwohl die Vorlage der Feministin Walker weitaus kompromissloser und direkter war als der Film. Die Filmkritik nahm den Film positiv auf. Das Lexikon des Internationalen Films etwa hatte "ein gefühlsbetontes, handwerklich hochklassiges Kinomelodram" gesehen, "das die Probleme der Rassen- und Frauendiskriminierung vorwiegend auf der emotionalen Ebene abhandelt. Schauspielerisch bemerkenswert, in der stark schematischen Charakterzeichnung vor allem der farbigen Männer dagegen eher klischeehaft und fragwürdig". Der Film wurde für elf OSCARS nominiert (Film, Ausstattung, Drehbuch, Hauptdarstellerin, Kamera, Kostüme, Make Up, Musik, 2x Nebendarstellerin). Nicht nominiert wurde der Regisseur. Am Abend der (58.) OSCAR-Zeremonie wurde der Film in keiner einzigen Kategorie aufgerufen. Wertung: 10 von 10 D-Mark Die Filme von Steven Spielberg |