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InhaltEs war einmal ein Experiment in ferner Zukunft: Wissenschaftler hatten den Prototyp eines Raumschiffs entwickelt, das den Sprung zwischen den Dimensionen möglich machte. Es hieß 'Event Horizon' und kehrte vom Jungfernflug nicht mehr zurück, die Besatzung und das Schiff blieben verschollen. Bis heute, sieben Jahre später.
Was zu sagen wäreNicht schon wieder. Paul W.S. Anderson, der sich ein paar Jahre später mit den Resident-Evil-Filmen ein cinephiles Denkmal setzen sollte, versuchte sich hier an einer Neuinterpretation des Romans "Solaris" von Stanislaw Lem - ohne das allerdings so zu nennen - und patzte komplett. Filme, in denen ein rätselhaftes Etwas im Weltraum aus zunävchst unerfindlichen Gründen, dafür aber umso dunkler und perfider, mordet, gab es zum Zeitpunkt seines Filmes schon gefühlt im Dutzend billiger. Dazu baute Anderson auch noch jede Menge Genrezitate ein, was mitunter ganz lustig sein kann, wenn der Film als solches sich selbst trägt. Dieser tut das nicht und legt den Verdacht nahe, dass Anderson vor lauter Genre-Zitaten seine Story aus den Augen verloren hat. Eine Funkantenne, in der ein komplettes X-Wing-Modell aus Star Wars verbaut ist, ist das nur ein Beispiel. Die Handlung von Event Horizon erinnert an den Film "The Dark Side of the Moon" (USA 1990), in dem eine nichtsahnende Besatzung ebenfalls gezwungen ist, ein vom Bösen heimgesuchtes Raumschiff zu betreten, sowie die Disney-Produktion "Das Schwarze Loch" (USA 1979), in dem eine kleine Forscher-Crew ein altes, verschollenes Raumschiff am Rande eines schwarzen Lochs entdeckt. Der Film erlebte vor seiner Uraufführung kräftige Schnitte, um noch eine Freigabe "ab 16 jahre" zu bekommen. Ein Großteil dieser geschnittenen Szenen sind vernichtet worden. Die übrigen finden sich als Bonusmaterial auf der Special Edition DVD. Fünf Jahre nach diesem verunglückten Film versuchte sich Steven Soderbergh an einer - werkgetreuen - Solaris-Verfilmung Wertung: 4 von 11 D-Mark |