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Die Bourne Verschwörung

Plakat Die Bourne Verschwörung

Action, Schnitt, Wackel
Komplexe Handlung, schwer zu durchblicken

Titel Die Bourne Verschwörung
(The Bourne Supremacy)
Drehbuch Tony Gilroy nach einem Roman von Robert Ludlum
Regie Paul Greengrass, USA 2004
Darsteller Matt Damon, Brian Cox, Gabriel Mann, Franka Potente, Julia Stiles, Joan Allen, Tomas Arana, John Bedford Lloyd, Karl Urban, Marton Csokas, Karel Roden, Michelle Monaghan, Oksana Akinshina, Tom Gallop, Tim Griffin, Ethan Sandler u.a.
Genre Action / Thriller
Filmlänge 108 Minuten
HomePage BourneVerschwörung.de

Inhalt

In Berlin werden zwei Agenten der CIA getötet. Fingerabdrücke am Tatort weisen auf Jason Bourne als Täter hin - Ex-Killer in Diensten der Agency, der sich nach Indien abgesetzt hat und dort untergetaucht ist.

Aber Bourne ist nicht der Täter von Berlin. Bourne saß zur selben Zeit mit seiner Freundin Marie im gemeinsamen Häuschen und analysierten Jasons stetig wiederkehrende Albträume, die offenbar seinen ersten Auftragsmord in Berlin zum Thema haben, an den sich Bourne ebensowenig erinnern kann, wie an so vieles andere..

Wenige Stunden später wird Marie erschossen. Bestimmt war die Kugel für Bourne. Der Ex-Agent bricht seine Zelte ab und taucht bald in Belin auf. Das CIA ist ihm schon auf den Fersen - glauben die Agenten. Tatsächlich ist Bourne den Häschern immer einen Schritt voraus, stellt aber bald fest, dass die CIA-Leute genauso ahnungslos sind, wie er.

Offenbar hat eine dritte Partei Finger und Waffen im Spiel. Ein Spiel um 20 Millionen Dollar und russisches Öl. Und um Treadstone...


Was zu sagen wäre

Wie erwartet ein handfester, knallharter Action-Thriller mit ordentlich Manpower, die die Produzenten dem ausufernden Computereinsatz im FX-Geschäft dankenswerterweise vorziehen.

Leider traut Regisseur Paul Greengrass dann seinen Stuntleuten doch nicht über den Weg. Statt ausgereifter Actionchoreografie lässt er den Schnittcomputer Regie führen, gefilmt mit der Handkamera aus dem Orkan. Eine rasante Autojagd durch Moskau verliert bedauerlicherweise viel von ihrem Reiz durch angeschnittene Reißschwenks; über weite Strecken ist kaum zu erkennen, wer wen wo verfolgt. Das Erzähltechniktempo drückt zwar in den Kinosessel. Aber so recht mitfiebern geht da nicht. Schade: Die Moskauer Jagd sieht so aus, als könne sie die fantastischen Jagd-Klassiker aus Ronin toppen. Aber... weiß man's? Man sieht ja nichts.

An Matt Damon als Actionman haben wir uns schnell gewöhnt. Längst kommt keiner mehr auf die Idee, von der Milchbubi-Überraschung zu reden. Er macht seinen Job solide und füllt die Figur des Jason Bourne aus.

Das Drehbuch ist komplex. In den ersten zehn Minuten sollte man das Nacho- und Popcornknistern unterlassen, sonst hat man möglicherweise den Handlungsfaden verloren. So interessant die Greengrass-Regietechnik anmutet, sie mutet auch viel Ablenkung zu. Dass es am Ende weder um geheime Identitäten, noch um Regierungskiller in einem Treadstone-Programm geht, sondern um Unterschlagung von Regierungsgeldern und illegale Ölgeschäfte, geht leicht unter.

Dreiviertel des Films spielt in Berlin - da freut sich das Fremdenverkehrsamt. Die Stadt präsentiert sich vornehmlich rund um den kahlen Alexanderplatz, in kaltem regnerischen Blau - da ärgert sich das Fremdenverkehrsamt.

Wertung: 5 von 6 €uro

Die Serie:
Die Bourne Identität (USA 2002)
Die Bourne Verschwörung (USA 2004)
Das Bourne Ultimatum (USA 2007)