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InhaltSelbst als der grandiose Geschichtenerzähler Edward Bloom im Sterben liegt, erzählt er seine so gern gehörte, teils unglaubliche Lebensgeschichte. So beginnen sie immer, die Geschichten über Edwards Anfänge - oder zumindest so ähnlich. Und damit war er überall Mittelpunt. Nur bei seinem Sohn William nicht. Der hätte gerne einen richtigen, greifbaren Vater als Vorbild gehabt - keinen Märchenerfinder. Edward verliebt sich im Zirkus. In ein blondes Mädchen. Und weil der Zirkusdierektor Edward nicht sagt, wer sie ist, bleibt er drei Jahre im Zirkus, bis der Direktor endlich ein Einsehen hat. Geholfen hat sicher auch, dass Edeward niemandem je verraten hat, dass der Zirkusdirektor ein Werwolf ist ... so geht Edwards Lebensgeschichte in einer Tour. Sohn William sieht die ständige Erzählerei seines Vaters sehr kritisch. Als Kind hörte er die Geschichten gerne, mit der Zeit hat er aber immer wieder vergeblich versucht, in den Geschichten seines Vaters die Wahrheit zu finden. Aber dann hat der einen Schlaganfall und wird ins Krankenhaus gebracht. Am Sterbebett schließlich soll Will das "letzte Kapitel" selbst erzählen, da sein Vater nicht mehr dazu in der Lage ist. William findet so selber zum Fabulieren, indem er Edward ein fantasievolles Ende seines Lebens erzählt. Was zu sagen wäreDieser Film ist die Quersumme aus Tim Burtons Filmen: Bunt, schrill, überbordend, phantasievoll und bisweilen so überzuckert, dass man meintMagenschmerzen zu spüren. Aber spätestens mit der Schlussszene auf dem Friedhof ergibt man sich diesem großen Filmgeschichten-Erzähler. Man sieht Alberrt Finney in der Ausübung seiner großem Kunst zu, man sieht Jessica Lange das emotionale Zentrum dieses Fantasy-Vulkans werden, man sieht Ewan McGregor mit Südstaatenslang im Kampf gegen das sprachlich britisch Perfekte und man sieht Marion Cotillard in ihrer komplexesten Rolle seit Ein Gutes Jahr, man sieht eine Geschichte, deren Elemente so perfekt ineinander greifen, dass man immer schon vorher erwartet, dass irgendwas ... special ... passiert. Ich sehe dauernd diesen Mann, der sich mit Geschichten aus seinem Alltag verabschiedet, die Realität leugnet, wohl sehend, dass er ja offensichtlich diese Realität irgendwie gemeistert hat - er hat ja alles: Sohn, Haus, liebend Frau, all das. Aber ich sehe vor diesen lauter Fragmenten keine Geschichte. Bis - eben - wenige Frames vor Schluss, wenn sich der Kreis endlich schließt. Es ist, wie immer bei Tim Burton, ein optisches FünfSterneMenü Dazu kommt ein unerhörter Schlusssatz ("Er hat so viele Geschichten erzählt, dass er am Ende selber eine wurde und dadurch unsterblich") und ein unerhört schönes Schlussbild. Wertung: 6 von 6 €uro |