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InhaltBATMAN steht vor seiner größten Herausforderung: Zwei Superschurken, der fürchterlich entstellte, schizophrene Harvey Dent --Künstlername "Two Face"-- und der tödlich geniale Edward Nygma - Künstlername "Riddler" -, verbünden sich, um BATMAN bzw. Bruce Wayne den Garaus zu machen. Die vermutlich größte Gefahr geht jedoch von BATMAN selbst aus, der von traumatischen Kindheitserinnerungen geplagt wird und seiner Doppelexistenz nicht länger Herr zu sein scheint. Dem maskierten Rächer zur Seite stehen die Kriminalpsychologin Dr. Chase Meridian und - im Cape des heldenhaften ROBIN - der junge Artist Dick Grayson...
Was zu sagen wäreAch herrje. Si tacuisset, Hollywood. Regisseur Tim Burton war gegangen, hatte keine Lust mehr an weiteren BATMAN-Abenteuern, sagte, er habe zu der Figur alles gesagt. Es kam Joel Schumacher, der aus Burtons Vorlagen einen "Farbfilm" machte - im ehemals nachtschwarzen Gotham City fuhren bunte Autos, tobten grüne Kriminelle mit roten Haaren. Allen finsteren Pathos treibt Schumacher dem Burton-BATMAN radikal aus. Aus der Verfilmung eines Comic-Charakters war die Comic-Version eines Comic-Films geworden. Offenbar wollte man sich von Burtons kompliziert anmutender Version eines Mannes, der, wenn er schon im Gummianzug herum läuft, ordentlich einen an der Klatsche haben muss, entfernen und nur die bunten Schurken übrig lassen. Nachdem die prominentesten vergriffen waren - Joker, Pinguin, Catwoman - griffen die Produzenten beherzt zur zweiten Reihe der Comicschurkerei und besetzte sie prominent. Oscar-Preisträger Tommy Lee Jones gibt Harvey "Two Face" Dent, eine ursprünglich bemitleidenswerte Kreatur, deren säurezerfressenes Gesicht ihn in einen durch Münzwurf entschiedenes Entweder-oder-Trauma geworfen hat. Davon ist außer der Münze nichts übrig. Schlecht geschminkt tobt Tommy Lee Jones wild grimassierend durch die Kulisse, als hätten die Produzenten ihm vorgelogen, er spiele eigentlich der Joker und solle Jack Nicholson übertrumpfen. Den zweiten Schurken, den Riddler, gibt der derzeit angesagte nice-to-have-you-in-the-Picture Jim Carrey. Und der spielt ... Jim Carey. Irgendwie nicht schlecht, aber retten tut's den Film auch nicht. Man fragt sich unwillkürlich, warum die Schurken in diesen BATMAN-Filmen eigentlich immer rumtoben, wie kleine Kinder im Sankasten. Bedrohlich ist das alles nicht. Die Umbesetzung BATMANs - aus Michael Keaton wurde Val Kilmer - macht keinen Unterschied aus; beide widmen sich der Figur mit dem gleichen Desinteresse. Produktionsdesignerin Barbara Ling hatte über sechzig opulente Sets neu gestaltet. Um ein Déja-Vu-Erlebnis zu den Vorgängern zu vermeiden, waren Gothams Straßenzüge ebenso neu gestaltet, wie BAT-Höhle und BAT-Mobil. Joel Schumacher hatte Design und Raumgestaltung in New York studiert. Seine Karriere in der Unterhaltungsindustrie begann er als Art Director bei Fernseh-Werbespots. Seinen ersten Kinofilm, "Die unglaubliche Geschichte der Mrs. K", drehte er 1981. Val Kilmer (geboren am 31. Dezember 1959 in Los Angeles) sagte der neu gewonnenen BATMAN-Rolle gleich wieder Adieu. Was kein Verlust ist. Der als zickige Diva verschrieene Star, der bislang noch jeden Regisseur von einer weiteren Zusammenarbeit abgebracht hat, spielte viel Theater, vor allem in klassischen Stücken, bevor er 1984 in "Top Secret!" sein Spielfilmdebüt gab. Seine größten Filmrollen hatte er in "Top Gun" (1986) als Gegenpart zu Tom Cruise, in "Willow" (1988) und "The Doors" (1991). Tommy Lee Jones (geboren am 15. September 1946 in San Saba, Texas) spielte sich in den 80er Jahren souverän aus der Reihe profilierter Nebendarsteller in Hollywoods A-Liga. 1994 wurde er für seine Darstellung in "Auf der Flucht" als bester Nebendarsteller mit dem OSCAR und dem Golden Globe ausgezeichnet. Wertung: 2 von 11 Mark BATMAN im Kino: BATMAN hält die Welt in Atem (1966) |