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Bad Teacher

Plakat Bad Teacher

Eine Lehrerin ohne Charme und Verstand
Hat die Schule uns nicht schon genug gezeichnet

Titel Bad Teacher
(Bad Teacher)
Drehbuch Gene Stupnitsky + Lee Eisenberg
Regie Jake Kasdan, USA 2011
Stimmen

Cameron Diaz, Lucy Punch, Jason Segel, Justin Timberlake, Phyllis Smith, John Michael Higgins, Dave Allen, Jillian Armenant, Matthew J. Evan, Kaitlyn Deve, Kathryn Newton, Igal Ben Yair, Aja Bair, Andra Nechita, Noah Munck u.a.

Genre Komödie
Filmlänge 97 Minuten

Inhalt

Elizabeth Halsey hat ihren ungeliebten Lehrer-Job eigentlich schon geschmissen und steckt in den Vorbereitungen zur Hochzeit mit ihrem sehr reichen Freund. Bedauerlicherweise sagt der kurz und knapp die Eheschließung ab - seine Mutter hatte was gegen blonde Früchtchen, die ihren Liebsten nur des Geldes wegen heiraten.

Also zurück auf den Schulstuhl. Und möglichst rasch 10.000 dollar zusammenkratzen, um sich die Brüste zu vergrößern. Elizabeth, die sich nach wie vor vor allem einen reichen Mann angeln will, ist überzeugt, schneller ans Ziel zu kommen, wenn ihre Brüste größer sind. Dafür schreckt sie nicht davor zurück, die Klassenkasse zu veruntreuen, die - allerdings - durch ihre körperlichen Anzüglichkeiten erst so richtig überquillt - besonders die Väter von Elizabeths Schülern sind begeistert. Ihr neuer Love-Interest - oder vielleicht besser: Money-Interest - wird Aushilfslehrer Scott Delacorte. Der stammt aus einer sehr reichen Familie.

Der Erfolg bei einer Autowaschaktion -jene, welche die Klassenkasse so gut gefüllt hatte - und ihr Missbrauch von Alkohol und Marihuana machen sie zum Dorn im Auge ihrer pflichtbewussten und engagierten Kollegin Amy. Umgekehrt gilt das auch, denn Amy kommt mit Scott zusammen. Derweil hat Sportlehrer Russell ein Auge auf Elizabeth geworfen. Sie wünscht jedoch keine Beziehung mit ihm, da er nicht vermögend genug ist.

Als ihre Freundin und Kollegin Lynn Davies von der Schulprämie erzählt, die der Lehrer mit dem besten Klassendurchschnitt bei einer Zwischenprüfung erhält, ändert sie ihre Unterrichtsmethoden und engagiert sich plötzlich in der Schule. Vor der Prüfung verschafft sie sich auf, naja, schlüpfrig-feuchten Wegen die Aufgaben, so dass ihre Klasse am Besten abschneidet und sie die Schulprämie von 5.700 Dollar gewinnt. Amy findet das heraus und meldet es dem Schulleiter ...


Was zu sagen wäre

Bin ich jetzt schon so spießig, dass ich Filme mit einem Rüpel als Main charakter nicht mehr ertrage? Oder ist vielleicht doch der Film einfach schlecht? Eine Hauptfigur, deren höchste Ziele größere Brüste und ein reicher Mann sind? Ist Cameron Diaz schon in jenem teuflischen Hollywood-Oma-Alter, dass sie solche unausgegorenen Stoffe annehmen muss?

So many questions, so few answers.

Schulfilme können nie ganz absaufen. Da gibt es die beliebten Schüler-Portraits, die mal Klischee, mal herzig sind, da sind die immer gleichen Lehrer-Parodien in den schlecht sitzenden Anzügen, den verrosteten Autos und den komischen Hobbys, da ist diese kreidestaub-vertraute Schulatmosphäre - ich gucke solche Filme gerne. Und - um mal was Positives aufzusagen - das die böse Lehrerin am Ende nicht zu Geigengquitsche wohlige Läuterung erfährt, sondern der Saftsack bleibt, der sie am Anfang war, ist wenigstens mal was anderes; und eben wohl auch das Problem: Die Hauptfigur entwickelt sich über den ganzen Film nicht. Okay, sie küsst am Ende den mittellosen Sportlehrer, das ist aber auch schon alles. Auch die Schule verändert sich nicht. Okay, die Böse ist am Ende Vertrauenslehrerin, die Engagierte am Ende strafversetzt.

Aber dazwischen liegen 90 Minuten mit Witzen auf Schulklo-Niveau und einer Trockensex-Nummer mit Justin Timberlake, die so absurd überhaupt nicht in die Charakterisierungen passt, dass man sich gequält abwendet und Gerechtigkeit für die verkannten Lehrerinnen und Lehrer in der Welt fordern möchte.

Wertung: 2 von 7 €uro