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Filminfo:
A:
American History X

Plakat: American History X

Neonazis in den USA - Zwischen
unerträglich und Zeigefinger

Titel American History X
(American History X)
Drehbuch

David McKenna

Regie Tony Kaye, USA 1998
Darsteller

Edward Norton, Edward Furlong, Fairuza Balk u.a.

Genre Drama
Filmlänge 114 Minuten

Inhalt

Nach dem tragischen Tod seines Vaters verstrickt sich Derek Vinyard mehr und mehr in ein Netz aus Rassismus, Hass und Wut. Eines Nachts stellt er zwei bewaffnete Afroamerikaner, als sie sein Auto stehlen wollen. Er erschießt einen und ermordet einen zweiten brutal durch "Randsteinbeißen". Derek erhält wegen Totschlags eine dreijährige Haftstrafe und avanciert endgültig zum Helden sowohl der lokalen Neonaziszene als auch seines jüngeren Bruders Danny, der ihn als Augenzeuge mit seiner Aussage deckt.

Erst im Gefängnis kommt er wieder zur Besinnung. Als er nach Verbüßung seiner Strafe entlassen wird, betrachtet er Rache und Hass nicht mehr als Ehrensache und schämt sich seiner rechtsradikalen Vergangenheit. Derek versucht jetzt verzweifelt, seinen jüngeren Bruder Danny davor zu bewahren, dieselben Fehler zu begehen ...

Was zu sagen wäre

Ein mal unerträglich brutaler, dann wieder interessanter Blick, dann wieder der Zeigefinger auf den Kosmos der amerikanischen Neonazi-Szene. Interessant wäre, zu sehen, wie der Film in seiner Ursprungsfassung ausgesehen hat. er wurde mehrfach umgeschnitten. Regisseur Tony Kaye, der nichts davon wusste, war darüber so sauer, dass er seinen Namen von dem Projekt zurückziehen wollte und, als das misslang, er die Produktionsfirma New Line Cinema und die Director's Guild of America auf 275 Mio. US-Dollar verklagte.
Edward Norton (Zwielicht, USA 1996) beeindruckte - wieder mal - und wurde für den Hauptrollen-OSCAR nominiert. Seinen Bruder spielt Edward Furlong, den es nach seiner John-Connor-Rolle in Terminator 2 (James Cameron, USA 1991) aus der Bahn in Alkohol und Drogen gekegelt hatte. Er scheint sich berappelt zu haben.

Der Film American History X erhielt traurige Berühmtheit, weil er vermutlich Nachahmungstäter am 12. Juli 2002 in Potzlow zum Mord an Marinus Schöberl inspirierte. Dieser Mord wurde später in dem Theaterstück "Der Kick" (Deutschland 2005) und dem darauf basierenden Film (2006) thematisiert.

Wertung: 6 von 11 D-Mark