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Filminfo:
A:
AIr Force One

Plakat AIR FORCE ONE

Harrison Ford als
Präsident in Bruce Willis Manier

Titel Air Force One
(Air Force One)
Drehbuch Andrew W. Marlowe
Regie Wolfgang Petersen, USA 1997
Darsteller Harrison Ford, Gary Oldman, Wendy Crewson, Paul Guilfoyle, Glenn Close, William H. Macy, Liesel Matthews, Dean Stockwell, Jürgen Prochnow, Xander Berkeley, Tom Everett, Donna Bullock, Michael Ray Miller, Carl Weintraub, Elester Latham u.a.
Genre Action
Filmlänge 120 Minuten
Homepage www.spe.sony.com

Inhalt

Moskau. US-Präsident James Marshall erklärt bei einem Bankett den internationalen Terrorismus zur größten aller Bedrohungen. Verhandlungen oder Nachsicht mit Geiselnehmern und Bombenlegern werde es künftig nicht mehr geben. Der Applaus ist groß.

Wieder an Bord der Präsidentenmaschine 'Air Force One' studiert Marshall noch die international einhellig positiven Reaktionen auf seine Rede, als Terroristen unter der Führung von Ivan Korshunov das Kommando über 'Air Force One' übernehmen.

Ihr Ziel: Freipressen des gefürchteten General Radek, um ein zweites russisches Reich zu gründen.

Präsident Marshall gelingt es, Korshunov zu entfliehen, seine Flucht aus der Maschine vorzutäuschen, sich in den zahllosen Korridoren seiner Maschine zu verstecken und einen Ein-Mann-Krieg gegen die Terroristen zu starten.

Aber irgendwann hilft keine Guerilla-Taktik mehr. Marshall muß all sein Können in psychologischer Kriegführung von Angesicht zu Angesicht mit dem Terror aufbieten. Und während das Weiße Haus eine Staffel F-15 Kampfbomber gegen die gekaperte "Air Force One" losschickt, kämpft Marshall gegen Korshunov einen Krieg, in dem das Leben seiner Familie und die Existenz der westlichen Welt auf dem Spiel steht...

Was zu sagen wäre

Nach Roland Emmerich ("Independence Day") beweist auch Wolfgang Petersen, dass deutsche Regisseure in Hollywood mit gnadenlosem US-Patriotismus die größten Erfolge feiern, ohne dass darunter die Qualität leidet.

85 Millionen Dollar hat er ausgegeben und 37,132 Millionen Dollar Kasseneinspiel in den ersten drei Tagen ließen auf klingelnde Kassen auch hierzulande hoffen. Aber der US-Patriotismus und ein US-Präsident, der Bruce Willis gleich sein Flugzeug von Terroristen freiprügelt, kamen hierzulande nicht so gut an. Natürlich ist die Geschichte weit her geholt, aber die alberne Übertölpelung des Sicherheitssystems des "sichersten Flugzeuges der Welt" ist Ausgangspunkt für einen ungemein spannenden und --vor allem-- kurzweiligen Film, der launig zwischen dem Geschehen an Bord der AFO und dem Krisenstab im Weißen Haus hin und her schneidet, wo sich Vizepräsidentin Glenn Close den Machtansprüchen der Militärs erwehren muss.

Harrison Ford in der Rolle des Präsidenten macht eine gute Figur. Ursprünglich war Kevin Costner angefragt. Der musste wegen seiner Arbeiten an "Postman" absagen und schlug Ford für die Rolle vor. Die Rolle des General Radek hat Petersen mit Jürgen Prochnow besetzt, dem "Alten" aus Petersens Klassethriller "Das Boot". Ich würde zu gerne wissen, ob Prochnow die undankbare, bessere Statistenrolle aus alter Freundschaft übernommen hat, oder ob er es womöglich finanziell nötig hatte.

Die Filme von Wolfgang Petersen

Wertung: 10 von 11 Mark

Die echte Air Force One ist eine von zwei umgebauten Boeing 747-200. Um sie zeigen zu können, liehen sich die Filmemacher eine Boeing 747-146 des Frachtkuriers American International Airways (AIA) und malten sie als AFO um. Die offizielle Bemalung kostete 300.000 Dollar. Ihr Pilot, Paul Bishop, kam ebenfalls von der AIA.

Die Szene auf dem Militärflughafen Ramstein in Deutschland wurde auf dem Rickenbacker International Airport, Columbus, Ohio gedreht. Weil das Flugzeug natürlich zu sehen sein musste, obwohl die Szene bei Nacht spielt, war das Team gewissen Beschränkungen unterworfen. Um ihre Sky-Strahler entzünden zu können, ohne den Flugverkehr zu gefährden, konnten sie nur zweimal am Tag für je 15 Minuten filmen, früh morgens und bei Sonnenuntergang.