Filminfo:
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2001: Odyssee im Weltraum
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Der moderne Science-Fiction-Film wird geboren
Stanley Kubricks Meisterwerk von 1968
| Titel |
2001: Odyssee im Weltraum
(2001: A Space Odyssee) |
| Drehbuch |
Stanley Kubrick + Arthur C. Clarke
nach der Story "The Sentinel" von
Arthur C. Clarke |
| Regie |
Stanley Kubrick, UK / USA 1968 |
| Darsteller |
Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester, Daniel Richter, Leonard Rossiter, Margaret Tyzack, Robert Beatty, Sean Sullivan, Douglas Rain, Frank Miller u.a.
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| Genre |
Science Fiction |
| Filmlänge |
143 Minuten |
Inhalt
Auf dem Mond wird ein vier Millionen Jahre alter Monolith gefunden, der Signale in Richtung Jupiter sendet. Eine Expedition wird ausgerüstet, um das Rätsel zu lösen.
An Bord des Raumschiffs "Discovery" sind die Astronauten Bowman und Poole, drei Wissenschaftler im Tiefschlaf und der superintelligente Computer HAL 9000.
Kurz vor dem Ziel spielt HAL 9000 verrückt und bringt die Besatzung um, nur der Astronaut Bowman überlebt. In einer kleinen Raumfähre folgt er einem riesigen Monolithen.
Bowman erlebt seine Wiedergeburt ...
Was zu sagen wäre
Wer einmal "2001" gesehen hat, der kann nie wieder frohen Herzens "Hänschen klein..." singen. HAL, der Supercomputer singt dieses Lied, während Bowman ihn in einem quälend langen Prozess abschaltet, Chip um Chip aus der Matrix entfernt. Je "jünger" HAL wird, desto jünger seine Sprache, bis HAL endlich immer langsamer, immer bassiger klingt und schließlich gar nichts mehr von sich gibt.
Was "12 Uhr Mittags" für den Western bedeutet, bewirkte "2001" für den Science-Fiction-Film: Man nahm das Genre ernst. Vor allem die vieldeutige letzte Episode, von Kubrick "Jupiter und dahinter die Unendlichkeit" betitelt, löste rege Diskussionen aus.
Dass der Film nicht nur die Kritiker ansprach, sondern auch das breite Publikum, lag nicht zuletzt an seiner technischen Brillanz: Kubrick hatte fast drei Jahre an dieser Großproduktion gearbeitet, um das Nonplusultra der Filmtechnik zu präsentieren.
Peter Hyams' 1984 entstandene Fortsetzung, "2010", erwies sich als konventionelles Science-Fiction-Werk, bei dem von der faszinierenden Wirkung des Originals nichts zu spüren war.
Stanley Kubrick (geboren 1928 in New York, gestorben 1999 in England) hatte mit dem zynischen Kriegsdrama "Wege zum Ruhm" (1957), das heftige Diskussionen auslöste und in einigen Ländern verboten wurde, den Grundstein für seine Karriere gelegt. Bei fast allen seinen Filmen fungiert er gleichzeitig auch als Produzent, um sie in völliger künstlerischer Freiheit gestalten zu können.
Der amerikanische Schauspieler Keir Dullea (geboren 1936) war in den sechziger Jahren in einigen Filmen aufgefallen ("David und Lisa", "The Fox"), eine richtige Starkarriere machte er jedoch nie. In Peter Hyams "2010" war er noch einmal in der Rolle des Bowman zu sehen. Gary Lockwood (geboren 1937) hatte sich in amerikanischen Fernsehserien einen Namen gemacht. Seine Filmlaufbahn blieb jedoch überwiegend zweitrangig. In späten Jahren sah man ihn in solchen Filmen wie "1994 - Nur die Starken überleben".
Im selben Jahr, 1968, präsentierte das Deutsche Fernsehen seine erste Science-Fiction-Serie: In schwarz weiß. Mit Raumfähren am seidenen Faden. Mit Bügeleisen als Schalthebel. Und ebenfalls mit hohem Kultfaktor: "Raumpatroullie - Die Abenteuer des Raumschiff Orion".
Wertung: 9 von 9 D-Mark |